Kassen erwarten Beitragssprung von 0,8 Prozentpunkten: Keine Entlastung durch Ar

BERLIN (ks). Der GKV-Beitragssatz könnte schon im kommenden Jahr stärker steigen, als von der Bundesregierung erwartet. Die Kassen gehen derzeit von einer möglichen Steigerung um bis zu 0,8 Prozentpunkte aus. Der durchschnittliche Satz würde damit auf über 15 Prozent steigen. Die Bundesregierung veranschlagt den Zuwachs bisher auf rund 0,5 Prozentpunkte.

Die unterschiedliche Einschätzung beruht vor allem darauf, dass sich das Bundesgesundheitsministerium und die gesetzlichen Kassen nicht über das mögliche Einsparvolumen der Reform einig sind. Während das Ministerium bei Inkrafttreten der Reform am 1. April für das Restjahr 2007 von einer Netto-Entlastung der GKV um 1,39 Mrd. Euro ausgeht, rechnen die GKV-Spitzenverbände mit einer zusätzlichen Netto-Belastung von 450 Mio. Euro.

Bei den finanziellen Folgen der Reform wird vor allem über die Höhe der Einsparungen durch die geplante Einführung von Arzneimittelhöchstpreisen gestritten. Die Krankenkassen sollen ab April 2007 direkt mit den Herstellern über die Preise verhandeln können. Hierdurch rechnet das Ministerium mit einer Entlastung der Krankenkassen um eine Milliarde Euro – bezogen auf das Gesamtjahr. Die Kassen selbst gehen nicht von einer Entlastung aus .

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