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Lloydspharmacy kauft 111 Apotheken

STUTTGART (tmb). Die Celesio-Tochter Lloydspharmacy kauft 111 Apotheken in Großbritannien. Damit übernimmt Lloydspharmacy sämtliche Anteile der beiden kleineren Apothekenketten Primelight Ltd. und Levelcrown Ltd. Dies meldete die Muttergesellschaft von Lloydspharmacy, der deutsche Pharmagroßhandelskonzern Celesio, am 14. Oktober.

Die übernommenen Gesellschaften betreiben unter den Markennamen "Cohens" und "Scholes" insgesamt 111 Apotheken mit etwa 800 Mitarbeitern, vorwiegend in den Regionen von Manchester und Leeds. Die Apotheken sollen künftig unter dem Namen "Lloydspharmacy" betrieben werden. Nach Einschätzung des Celesio-Vorstandsvorsitzenden Fritz Oesterle sollen sie wie ein "Handschuh zur Hand" zu den bisherigen Lloydspharmacy-Standorten passen. Der Verkäufer der beiden Ketten wird weiterhin in anderen Regionen 30 Apotheken unter den Namen "Cohens" und "Scholes" betreiben.

Als Kaufpreis für die Übernahme der 111 Apotheken werden 100 bis 130 Mio. britische Pfund genannt, über die genaue Summe wurde Stillschweigen vereinbart. Der Celesio-Aufsichtsrat und die britische Wettbewerbsbehörde müssen dem Kauf noch zustimmen.

Im Jahr 2004 erwirtschafteten die übernommenen Apotheken etwa 127 Mio. Euro Umsatz, die Lloydspharmacy-Kette setzte etwa zwei Mrd. Euro um. Durch die Übernahme erhöht sich die Zahl der Lloydspharmacy-Apotheken von 1413 auf 1524.

Der bisherige europäische und britische Marktführer Celesio wird dann europaweit über 2000 Apotheken betreiben und den Abstand zum künftigen Marktführer, der gerade erst durch die Fusion von Boots und Alliance UniChem entsteht (siehe Bericht in AZ Nr. 41/2005, S. 1), wieder verringern. Sowohl diese Fusion als auch die Erweiterung der Lloydspharmacy-Kette können als Ausdruck wachsender Konzentration auf dem britischen Apothekenmarkt gewertet werden.

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