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1. Polnisch-Deutscher Apothekerkongress: Auftakt für eine engere Zusammenarbeit

KRAKAU (diz). Mit einer so großen Resonanz hatten die Veranstalter nicht gerechnet: Rund 600 Apothekerinnen und Apotheker aus Polen und etwa 130 aus Deutschland nahmen am 1. Polnisch-Deutschen Apothekerkongress, der vom 9. bis 12. Oktober in Krakau stattfand, teil.

Eingeladen hatten die Polnische Hauptapothekerkammer, die Polnische Pharmaziegesellschaft und die Bundesapothekerkammer. Auf dem Programm standen Fortbildungsvorträge, Seminare und eine berufspolitische Diskussion, das Rahmenprogramm bot gemeinsame Ausflüge, Stadtrundfahrten, den Pharmazeutentreff in der Salzgrube Wieliczka und ein Jazzkonzert im internationalen Kulturzentrum von Krakau. Die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Magdalene Linz, hob in ihren Grußworten auf die guten Beziehungen zwischen polnischen und deutschen Apothekern ab, die sich auf den Fortbildungskongressen in Davos und Meran entwickelt haben. Trotz unterschiedlicher Systeme freue sie sich, dass man auch in Polen, wie in Deutschland, für den Erhalt des freiberuflichen Apothekers und gegen die Kette kämpfe. Andrzej Wrobel, Präsident der Polnischen Hauptapothekerkammer, stellte heraus, dass der Apotheker im Alltag nicht nur Verkäufer sein soll, er muss vielmehr den Mehrwert seiner Arbeit ausschöpfen, seine Fähigkeiten und sein Wissen. Als Festredner hatten die Veranstalter Professor Wladyslaw Bartoszewski gewonnen, einen ausgewiesenen Kenner der deutsch-polnischen Beziehungen. Der Kongress ist ein Beweis für die aufkommende Normalität zwischen beiden Völkern, so Bartoszewski. Dennoch, als die Mauer zwischen den beiden Teilen Deutschlands fiel und die Vereinigung kam, schürte dies Ängste in Polen. Heute jedoch, nach dem Beitritt Polens zur EU, fühle man sich als Europäer - mit einer sicheren Grenze zu Deutschland.

Einen ausführlichen Bericht über den Kongress finden Sie in der nächsten DAZ.

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