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Prävention: PKV unterstützt Aids-Aufklärung

BERLIN (ks). Die private Krankenversicherung (PKV) wird künftig die Aids-Präventionsarbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit jährlich 3,4 Mio. Euro unterstützen. Ein entsprechender Vertrag zwischen BZgA und PKV-Verband wurde am 4. August unterzeichnet.

Mithilfe der PKV-Gelder sollen die Bundesmittel für die Aids-Aufklärung aufgestockt und die Kampagne "Gib Aids keine Chance" der BZgA gestärkt werden: "Es wird eine intensivere Ansprache der Bevölkerung möglich, die so in den letzten Jahren nicht mehr finanzierbar war", erklärte die BZgA-Direktorin Dr. Elisabeth Pott. Ziel der Aids-Aufklärung sei es, die Menschen zu motivieren, sich vor einer Ansteckung mit dieser immer noch nicht heilbaren Krankheit zu schützen. Neue Plakate, Zeitungsanzeigen sowie TV- und Kinospots sollen insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene, die den Aids-Schock der 80er-Jahre nicht mehr erlebt haben, ansprechen. Dies ist nicht zuletzt deshalb von Bedeutung, da die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland wieder zunimmt und das Schutzverhalten seit einigen Jahren rückläufig ist. Aids gerate in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend in Vergessenheit und das Problembewusstsein in der Bevölkerung sinke kontinuierlich, erklärte Pott.

PKV-Chef Dr. Volker Leienbach bezeichnete die Kooperation zwischen BZgA und PKV als "ein sehr gutes Beispiel für Public-Private-Partnership, die ohne den Aufbau neuer Bürokratien auskommt". Die PKV übernehme durch die Zusammenarbeit ihre gesundheitspolitische Verantwortung auch im Bereich der Primärprävention, die, so Leienbach, eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei.

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