Prisma

Auch Lachen kann Asthma auslösen

Lachen ist gesund! Dieser Spruch gilt zwar in vielen, leider aber nicht in allen Fällen. Asthmapatienten sollten einer amerikanischen Studie zufolge eher lächeln als lachen, denn über die Hälfte aller Asthmapatienten bekommen vorzugsweise dann einen Asthmaanfall, wenn sie in herzhaftes Gelächter ausbrechen.

Das so genannte "Laughter-induced Asthma" (LIA) stellt nach Aussage der Studiendurchführenden einen wesentlichen Auslöser für Asthmaanfälle dar. Wie sie auf der vor kurzem stattgefundenen Konferenz der American Thoracic Society berichteten, liegt das Lachen als Auslöser für Asthmaanfälle in der Hierarchie sogar noch vor den üblichen Verdächtigen wie Pollen, Staub oder Tierhaare. Einzig Sport löst – zumindest bei LIA-Patienten – noch häufiger (61 Prozent) einen Anfall aus als Lachen.

In der an insgesamt 235 Asthmapatienten durchgeführten Studie stellte sich allerdings ebenfalls heraus, dass Lachen nicht häufiger als die anderen Auslöser einen Krankenhausaufenthalt bzw. eine akute Behandlung verursacht. Auch berichteten betroffene Patienten, dass ihnen in Zeiten, in denen sie die Asthma-Erkrankung insgesamt gut unter Kontrolle haben, keine nennenswerten Symptome während des Lachens wiederfahren. Aus diesem Ergebnis schließen die Wissenschaftler, dass LIA ein Merkmal für eine nicht angemessene Asthma-Behandlung darstellt. Wie das LIA genau ausgelöst wird, ist den Forschern derzeit noch nicht klar, vermutet wird ein Hyperventilationsprozess als Initiator. ng

Quelle: www.pressetext.de, Meldung vom 25. 5. 2005, www.thoracic.org