Prisma

Sport macht fit bis in die Gene

Körperliche Aktivität bringt den gesamten Körper in Schwung Ų sogar auf Ebene der Gene. Das hat eine Gruppe schwedischer und britischer Forscher vom Stockholmer Karolinska Institut in einer kleinen Studie mit freiwilligen männlichen Probanden herausgefunden.

Bei dieser Untersuchung mussten sich acht Männer, die zuvor keinen oder nur sehr wenig Sport betrieben hatten, einem sechswöchigen strengen Ausdauertraining unterziehen. Vor Beginn und nach Ablauf des Studienzeitraums wurden ihnen Gewebeproben aus der Oberschenkelmuskulatur entnommen. Die Untersuchung dieser Biopsien zeigte, dass das Training die Aktivität von 470 Genen verändert hatte – teilweise direkt proportional zur Steigerung der Kondition der Probanden.

Die Studiendurchführenden versprechen sich von ihrer Entdeckung neue Therapieansätze für eine Reihe von Erkrankungen. So war z. B. bereits bekannt, dass bei der so genannten Duchenne-Muskeldystrophie Umgestaltungen in der Genaktivität stattfinden. Der Vergleich der Daten von Duchenne-Patienten mit der nun vorliegenden Studie erbrachte Übereinstimmungen in etwa 90 Genen. Einige dieser "sportempfindsamen" Gene sind zusätzlich bekannt dafür, eine Rolle bei Diabetes sowie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu spielen. ng

Quelle: FASEB 19 (7), 750 – 760 (2005).

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