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Apotheken verkaufen wieder mehr OTC-Präparate

BERLIN (ks/ndch). Die deutschen Apotheken haben im 1. Quartal 2005 wieder mehr apothekenpflichtige, aber rezeptfreie Arzneimittel verkauft. Wie der Informationsdienstleister NDCHealth am 24. Mai mitteilte, gingen von Januar bis März dieses Jahres rund 204 Mio. Packungen über den HV-Tisch. Dies sind 8,2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, in dem lediglich gut 188 Mio. Packungen verkauft wurden.

Der Umsatz stieg in diesem Marktsegment im gleichen Zeitraum auf mehr als 1,6 Mrd. Euro zu realen Apothekenabverkaufspreisen (+6,2 Prozent). Insbesondere im Februar dieses Jahres war ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen (Umsatz: +14,4 Prozent, Absatz: +18,4 Prozent). Dagegen war im Januar und März lediglich ein moderates Wachstum im einstelligen Prozentbereich zu verzeichnen. Im April ging der Markt sowohl nach Umsatz als auch nach Menge gegenüber dem Vorjahresmonat um 1 Prozent zurück.

NDCHealth führt die Steigerung im Februar auf die Grippewelle zurück. Dies zeige auch die Entwicklung der zehn wichtigsten Produktmärkte bei den apothekenpflichtigen Arzneimitteln: So legten die Husten- und Erkältungsmittel im 1. Quartal 2005 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004 um 32,3 Prozent nach Umsatz und 30 Prozent nach Menge zu. Auch die Halsschmerzpräparate konnten ein sehr deutliches Wachstum verzeichnen (Umsatz: +26,5 Prozent, Absatz: +24,1 Prozent). Die Entwicklung bei den Schnupfenmitteln lag ebenfalls noch leicht über dem Markt (Umsatz: +8,2 Prozent, Absatz: +9,2 Prozent).

Große Packungen legten weniger zu

Die meisten apothekenpflichtigen Präparate zahlten die Patienten selbst. Nach den Berechnungen von NDCHealth wurde nur etwa jede fünfte Packung auf Privat- oder Kassenrezept verordnet. Vor Jahresfrist war es noch jede Vierte. Dies erkläre auch, dass die Patienten verstärkt auf kleine Packungen (N1) zugreifen, so NDCHealth. Sie legten mit einem Zuwachs von 10,2 Prozent etwas stärker zu als der Markt. Ihr Anteil an allen abgegebenen apothekenpflichtigen Arzneimitteln stieg auf 54 Prozent. Umgekehrt verhielt es sich bei den großen Packungen (N3). Sie legten mit 3 Prozent deutlich schwächer zu als der Markt. Ihr Marktanteil sank von knapp 11 Prozent im 1. Quartal 2004 auf 10,2 Prozent in den ersten drei Monaten 2005.

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