Prisma

Amerikanische Teenies stehen auf Arzneimittel

In einer Studie der amerikanischen Organisation Partnership for a Drug-Free America wurde kürzlich veröffentlicht, dass Jugendliche zunehmend verschreibungspflichtige und frei verkäufliche Medikamente missbräuchlich konsumieren. Der Arzneimittelabusus rangiere mittlerweile an erster Stelle des Drogenmissbrauchs, noch vor der Einnahme von Ecstasy, Kokain, Crack oder LSD.

Während der einjährigen Untersuchung wurden mehr als 7300 amerikanische Teenager zu ihrem Verhalten gegenüber Drogen und Medikamenten befragt. Wie die Forscher feststellten, experimentiert bereits jeder fünfte Jugendliche mit verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln. Annähernd zehn Prozent der Heranwachsenden haben bereits ohne ärztliche Verordnung das Amphetamin Methylphenidat (Ritalin®) eingenommen und einer von elf Befragten gab an, mittels frei verkäuflicher Hustenpräparate mit dem Wirkstoff Dextrometorphan Rauschzustände erzeugt zu haben.

Entsprechend den Studienergebnissen ist die Zahl der Jugendlichen, die Arzneimittel missbräuchlich verwenden, stärker angestiegen als jene, die illegale Drogen konsumieren. Die Hälfte der befragten Teenager glaubt, mit der Einnahme verschreibungspflichtiger Schmerzmittel "sicherer high" zu werden und die Suchtgefahr ausschließen zu können. Zudem sind diese Rauschmittel über den Medikamentenschrank der Eltern oder Freunde leichter zugänglich als Ecstasy, LSD oder Kokain.

Die Organisation Partnership und Vertreter weiterer medizinischer Vereinigungen planen nun eine umfangreiche Aufklärung der Jugendlichen und ihrer Eltern hinsichtlich des Nutzens von Arzneimitteln und den gleichzeitig bestehenden Risiken bei Missbrauch. war

Quelle: www.drugfree.org, 21. 04. 2005

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