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Nur jeder fünfte Mann geht zur Krebsvorsorge

BERLIN (im). Krebsfrüherkennungsuntersuchungen werden von Männern nur in geringem Maß wahrgenommen, ergab eine Auswertung des Zentralinstitutes für die kassenärztliche Versorgung Deutschlands (ZI). Nur jeder fünfte Mann nutzt die Krebsvorsorge. Das Bundesgesundheitsministerium erinnerte daher am 22. März in Berlin daran, dass Männer ab 45 Jahren ein Anrecht auf jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchungen der Prostata, des Genitals und der Haut haben.

Ab 55 gibt es zwei Untersuchungen

So können Männer ab 50 Jahren bis zum Alter von 55 jährlich einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl (zur Früherkennung von Dickdarm- und Enddarmkrebs) in Anspruch nehmen. Seit Oktober 2002 wird zudem eine Darmspiegelung finanziert. Männern und Frauen ab 55 Jahren stehen zwei Darmspiegelungen zu, die im Abstand von zehn Jahren stattfinden. Falls sie davon keinen Gebrauch machen, können sie stattdessen den Test auf verborgenes Blut im Stuhl alle zwei Jahre in Anspruch nehmen, teilte das Ministerium weiter mit.

Auch Beratung ist gratis

Alle genannten Untersuchungen sind in den Richtlinien zur Krebsfrüherkennung enthalten. Sie werden daher von den Krankenkassen finanziert und sind von der Praxisgebühr befreit. Auch die anschließende Beratung ist nicht praxisgebührenpflichtig.

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