Prisma

Nährwertangaben auf Lebensmitteln oft ungenau

Angaben auf Lebensmitteletiketten sollen die Kaufentscheidung erleichtern und den Verbraucher über die Eigenschaften eines Lebensmittels oder -bestandteils informieren. In einer aktuellen Studie der britischen Verbraucherorganisation "Which?" wurde jetzt allerdings festgestellt, dass vor allem die Nährwertangaben oft sehr ungenau und irreführend sind.

Die Verbraucherorganisation analysierte 570 Nährstoffangaben auf 70 Produkten. Lediglich bei sieben Prozent entsprachen die Angaben auf den Etiketten dem tatsächlichen Inhalt. Bei einigen Produkten wurden überdurchschnittlich starke Abweichungen festgestellt. So enthielt ein "Light"-Dessertprodukt 23 Prozent mehr Fett als angegeben. In einer Kinderpizza fand "Which?" einen um 47 Prozent höheren Zuckerwert, und ein Waffelprodukt bestand aus drei Mal mehr Fett, als deklariert war. Insgesamt waren 17 Prozent der Herstellerangaben zum Nährwert der Produkte unkorrekt und außerhalb des Akzeptanzbereiches.

Die bislang von den Herstellern freiwillig gemachten Angaben sollen eigentlich dem Verbraucher helfen, Lebensmittel bewerten und auf ihre Inhaltsstoffe hin vergleichen zu können. Dabei wird erwartet, dass die Angaben einwandfrei sind, so der Leiter der Studie. Derzeit gibt es kein Gesetz in Europa, das die genaue Angabe von Nährwerten auf Produkten regelt. Allerdings entstand auf Drängen der Verbraucherschutzorganisationen ein Vorschlag für einen EU-Gesetzentwurf mit dem Ziel, für den Verbraucher irreführende oder schwer verständliche Angaben zu verbieten. war

Quelle: www.which.net, ;
Meldung vom 2.3.2005

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