Prisma

Soll es ein Junge oder lieber ein Mädchen sein?

Eltern sollen in Großbritannien künftig das Geschlecht ihres Babys bei einer künstlichen Befruchtung selbst bestimmen dürfen. Generell soll Eltern und Ärzten eine größere Entscheidungsgewalt in Bezug auf Fruchtbarkeitsbehandlungen zukommen. Das fordert die Wissenschaftskommission im britischen Parlament.

Im Rahmen einer Studie beschäftigte sich die Kommission mit verschiedenen Themen der Fortpflanzungsmedizin. Ausgehend davon gab sie eine Reihe von Empfehlungen heraus. So empfiehlt die Kommission, dass der genetische Check von Embryos, insbesondere wenn bereits genetische Fehler bei Geschwistern bekannt sind, künftig nicht mehr von der Regulierungsbehörde für In-vitro-Befruchtung, der Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA), genehmigt werden muss. Stattdessen soll die Entscheidungsgewalt den Eltern und Ärzten zukommen, die unter der Aufsicht von lokalen ethischen Komitees frei agieren sollen. Außerdem sieht die Kommission keinen "zwingenden Grund", warum Eltern aus Gründen der Familienplanung nicht das Geschlecht ihres Kindes bei einer In-vitro-Befruchtung bestimmen sollten. ral

 

Quelle: www.parliament.uk

Das könnte Sie auch interessieren

Eine außergewöhnliche Intervention zur Umgehung eines Gendefekts

Drei Eltern und ein Baby

Tropfen, Messlöffel, Milliliter – der große Unterschied

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Spahn will stattdessen Rahmenverträge – ein Überblick über die Probleme im Hilfsmittelmarkt

Hilfsmittel-Ausschreibungen – ein Auslaufmodell?

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.