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Arzneimittelwerbung: Fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker!

BERLIN (ks). Bei der Werbung für rezeptfreie Arzneimittel sollen Männer und Frauen künftig gleichgestellt werden. Mit der nächsten Novelle des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) soll der Hinweis: "Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" einer geschlechtsneutralen Empfehlung weichen.

Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll es in der Werbung schon bald heißen: "Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage, holen Sie ärztlichen Rat ein und fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker." Diese Formulierung habe Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) zusammen mit der Gesellschaft für deutsche Sprache abgestimmt. Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte, dass man dem "heutigen Bewusstsein für die Notwendigkeit geschlechtsneutraler Bezeichnung gerecht werden" wolle. Zum konkreten Wortlaut äußerte sie sich jedoch nicht. Arzneimittelhersteller und Werbewirtschaft sind dem "Spiegel" zufolge wenig begeistert. Sie monieren, dass der Warneffekt verloren gehe, wenn der Satz noch länger wird. Zudem fürchteten sie, Drogistinnen und Drogisten könnten nun ebenfalls verlangen, erwähnt zu werden.

Das HWG soll zusammen mit der 14. Novelle des Arzneimittelgesetzes geändert werden. Das Kabinett will sich möglichst schon im April mit dem Gesetzentwurf beschäftigen.

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