Prisma

Alkohol schützt nicht vor Schlaganfall

Eine Studie an fast zweitausend Menschen mittleren Alters in den USA hat gezeigt, dass das oft empfohlene Gläschen Alkohol pro Tag das Risiko für Hirnschlag nicht vermindert.

Das heißt, die Hirnzellen sind mit Alkohol nicht besser mit Blut versorgt als ohne. Auf der anderen Seite zeigte die gleiche Studie, dass Alkohol schon in kleinen Mengen Hirnmasse zerstört. Das lässt sich nachweisen, indem man Aufnahmen eines MRI-Scanners auswertet.

Je mehr Alkohol ein Mensch in der Studie zu sich nahm, desto breiter wurden die Furchen und Hohlräume im Gehirn – klares Indiz dafür, dass die Hirnmasse abnimmt. Worauf der Effekt beruht, ist noch unklar. Doch einiges spricht dafür, dass es nie zu spät ist, den Alkoholkonsum zu mäßigen oder ganz einzustellen: Das Hirn erholt sich danach zum Teil wieder. azpd

Quelle: Stroke 35 (1) 16-21 (2004)

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