Prisma

Auch gekauter Tabak verursacht Krebs

Wer raucht, hat ein erhöhtes Krebsrisiko. Dieser Zusammenhang dürfte mittlerweile jedem bekannt sein. Weniger verbreitet ist das Wissen um die Gefahren von Tabakprodukten zum Schnupfen oder Kauen. Die als "smokeless tobacco" bezeichneten Produkte werden vielfach verharmlost.

Vor allem Jugendliche sind die Zielgruppe für Kau- oder Schnupftabak. Die Produkte werden zusätzlich mit Zusatzstoffen wie Zucker, Lakritze oder Menthol versetzt, um den strengen Tabakgeschmack zu überdecken. Die Folge ist bei vielen Jugendlichen Abhängigkeit. Dass diese Abhängigkeit gesundheitlich ebenso bedenklich ist wie die von Zigaretten hat die International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon nun im Rahmen einer Untersuchung bestätigt. In ihr wurde ein Zusammenhang zwischen Kau- und Schnupftabak und Mund- und Bauchspeicheldrüsenkrebs nachgewiesen. Die IARC hat "smokeless tobacco" in der Konsequenz als "für den Menschen Krebs erregend" klassifiziert.

Quelle: Pressemitteilung der International Agency for Research on Cancer, 16.11.2004

Das könnte Sie auch interessieren

Hydrochlorothiazid ist mit erhöhtem Risiko für weißen Hautkrebs assoziiert

Diuretikum braucht Sonnenschutz

Diuretikum wird mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko in Zusammenhang gebracht

Mehr Basaliome unter Hydrochlorothiazid

Diskussion um die Kanzerogenität von Titandioxid hält an

TiO2 zu Unrecht verdächtigt?

Was ist dran an „Krebsdiäten“?

Der letzte Versuch

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.