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PKA-Tag in Nürnberg

An einem Samstag im Oktober 2004 fand in Nürnberg der 9. PKA-Tag statt. Sigrid Reiher, Vorsitzende der Fachgruppe PKA, und Barbara Neusetzer vom ADEXA-Referat Fortbildung und Messen hatten mit dem Veranstaltungsort und dem Tagungshotel eine gute Wahl getroffen.

Der Arvena-Park mit dem Tagungshotel (Best Western) im Nürnberger Stadtteil Langwasser ist vom Hauptbahnhof bequem mit der U-Bahn zu erreichen. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass trotz des strahlend blauen Himmels mit angenehmem Herbstwetter 120 fortbildungswillige PKA den Weg dorthin gefunden hatten. Bereits um 8.15 Uhr kamen die ersten Damen, um sich registrieren zu lassen und sich in die vorbereiteten Anwesenheitslisten einzutragen. Es war selbstverständlich Ehrensache, dass wir – Dagmar Carsten und Bettina Berger vom ADEXA-Vorstand Bayern – mit dabei waren und unsere Verbandskolleginnen vor Ort unterstützten. Da wir alles gut vorbereitet hatten – der ADEXA-Stand war bereits am Tag vorher aufgebaut worden – lief die Registrierung mit dem Kassieren, Ausstellen der Quittungen und Teilnahmebestätigungen reibungslos.

Ein paar Besucherinnen hatten schon eine Nacht im Hotel verbracht und konnten so diesen Tag gut ausgeruht und entspannt beginnen, während andere am selben Tag bereits eine lange Anfahrt hinter sich hatten. Selbst die weite Reise von Bremen nach Nürnberg hatten ein paar Kolleginnen auf sich genommen, um mit dabei zu sein – beim PKA-Tag mit dem Thema: "Zauberwort Marketing – die PKA im Mittelpunkt."

In der Mittagspause fanden die Broschüren zu Teilzeit und Mutterschutz, die an unserem Stand auslagen, großes Interesse. Gern wurden auch das verbandseigene Infomaterial und das ADEXA-Spektrum mitgenommen, und viele nutzten die Gelegenheit, mit uns Ehrenamtlichen zu sprechen. Fragen zum Tarifrecht und zu arbeitsrechtlichen Problemen konnten wir so direkt und kompetent beantworten. Das bot uns eine gute Möglichkeit, auf die Wichtigkeit einer gut organisierten Interessenvertretung und Tariforganisation hinzuweisen.

Und dann gab es auf unserem Stand noch einen wunderbaren Strauß von 100 langstieligen, "ADEXA-roten" Rosen – er war eine Augenweide und vielleicht auch ein Magnet. Auch der Stand der Firma Wepa, die neben der Firma Hexal wesentlich zum Gelingen dieses Tages beigetragen hat, war in den Pausen von interessierten Kolleginnen gut besucht. Wir konnten beobachten, mit wie viel Interesse und Engagement die PKA-Kolleginnen dem Vortrag von Dr. Lieselotte Hartmann folgten. Die Referentin schaffte es mit ihrem temperamentvollen Vortrag, dass alle Zuhörerinnen ihre volle Konzentration auf das Thema lenkten. So hatten wir Ehrenamtlichen am Ende dieses Tages alle ein gutes Gefühl, dass der PKA-Tag gelungen war und dass sich die viele Arbeit gelohnt hat – eine Ermutigung für den nächsten PKA-Tag 2005. Und ganz zum Schluss verteilten wir die 100 Rosen an die Teilnehmerinnen – solange der Vorrat reichte.

Zauberwort Marketing 

Hier einige Highlights aus dem Seminar mit Dr. Lieselotte Hartmann, Fachapothekerin für Offizin-Pharmazie und freie Mitarbeiterin von Redline, der Agentur für Apothekentraining. Marketing, das sind zunächst einmal alle Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, die Apotheke am Markt optimal auszurichten. 

Beispiel Freiwahl: Hier geht es u. a. darum, die Artikel nach Ertrag und Umsatz zu bewerten. Dabei hilft ein Schema mit vier Kategorien:

1. Die Stars (Ertrag und Umsatz hoch) – z. B. Kosmetik für reife Haut, Nahrungsergänzungen. Sie müssen gehegt und gepflegt werden. Eine gute Platzierung in der Sichtzone ist wichtig. Kein Preiskampf!

2. Die Milchkühe (Ertrag niedrig, Umsatz hoch) – z. B. Haarwaschmittel, Zahncreme. Sonderangebotsartikel, die in Gondeln oder verkaufsschwachen Lagen platziert werden.

3. Die Fragezeichen (Ertrag hoch, Umsatz gering) – z. B. Augenpflege. Neueinführungen, die zur Umsatzförderung in die Sicht- und Greifzone gestellt werden.

4. Die armen Hunde (Ertrag und Umsatz gering) – z. B. Mundwasser, Zahnbürsten. Sie werden in der Bück- oder Reckzone platziert. 

Beispiel Einkauf und Warenlager: Für den richtigen Einkauf sind als Informationsquellen die Kunden, das Lager und der Markt wichtig. Bei der Lageroptimierung hilft die ABC-Analyse:

  • A-Sortiment (Schnelldreher): Ausreichender Bestand ist wichtig, um den Umsatz nicht zu gefährden. Das A-Sortiment wird überwiegend in der Sichtwahl platziert.
  • B-Sortiment (Mitteldreher): Hierzu gehören häufig verordnete Arzneimittel und Produkte der Freiwahl.
  • C-Sortiment (Langsamdreher): Die Waren gehören nicht in die Sicht- und Freiwahl, sondern ins Alphabet. Was nicht mindestens zweimal pro Jahr verkauft wird, nicht auf Lager legen.

 

Bettina Berger, Dagmar Carsten, 
ADEXA, Landesvorstand Bayern

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