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Training hält das Immunsystem länger jung

Wer über 65 Jahre alt ist, dessen Abwehr gegen eingedrungene Erreger kann noch ebenso kräftig sein wie bei einer 30 Jahre jüngeren Person. Um das zu erreichen, muss man allerdings aktiv in Bewegung bleiben – mindestens dreimal pro Woche und insgesamt zwei Stunden oder länger – etwa durch Gehen, Radfahren, Gymnastik oder Schwimmen.

Das hat ein Vergleich zwischen vier Gruppen von gesunden Menschen ergeben: jungen und alten und jeweils aktiven und passiven. Um die Leistung des Immunsystems zu testen, wurde allen Personen ein harmloser Extrakt aus Meerestieren gespritzt. Anhand von Blutproben wurde danach ermittelt, wie stark das Immunsystem darauf reagiert hatte.

Ergebnis: Bei körperlich aktiven älteren Menschen war die Reaktion praktisch gleich gut wie bei jüngeren, bei passiven Senioren war sie dagegen deutlich vermindert.

Der Alterungsprozess ist verbunden mit einem Rückgang der Antikörper- und der T-Zell-vermittelten Immunantwort auf Antigene. Offenbar lässt sich das Ausmaß dieses Rückgangs jedoch durch körperliche Aktivität beeinflussen. Ein fittes Immunsystem im Alter ist aus zwei Gründen wichtig: Es hilft Krankheiten abwehren und ist die Voraussetzung dafür, dass Impfungen – zum Beispiel gegen Grippe – überhaupt wirken. azpd/ral

Quelle: J Appl Physiol 97, 491-498 (2004).

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