Prisma

Moderater Alkoholkonsum hält Blutgefäße offen

Wenn Herzkranzgefäße mithilfe einer Ballondilatation geweitet werden, besteht hinterher immer die Gefahr, dass sich die Gefäße wieder verschließen. Ein "genussvolles" Präventionsmittel hiergegen ist moderater Alkoholkonsum.

Mehr als 225 Männer, die sich wegen verengter Herzkranzgefäße einer Ballondilatation unterziehen mussten, nahmen an der von der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg durchgeführten Studie teil. Im Rahmen der Untersuchung wurden sie zu ihren Trinkgewohnheiten nach dem Eingriff befragt. 172 Probanden gaben an, mehr als 50 g Alkohol pro Woche zu konsumieren, die restlichen 53 Patienten nahmen höchstens 50 g Alkohol zu sich.

Im Bezug auf ihre Gefäße erwies sich diese Zurückhaltung als ein Nachteil: Die Patientengruppe mit dem höherem Alkoholkonsum hatte weniger häufig (34 statt 49 Prozent) einen erneuten Verschluss der Herzkranzgefäße und musste sich seltener (23 statt 42 Prozent) einer erneuten Ballondilatation unterziehen. Den Effekt erklären sich die Studiendurchführenden dadurch, dass Alkohol wahrscheinlich die Wucherung von glatten Muskelzellen in den Blutgefäßen hemmt. ral

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg

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