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Alkoholsünder im Verkehr: Begleitalkohole im Urin verraten mehr

ral | Bei Alkoholkontrollen drücken sich Autofahrer gerne um klare Aussagen und "vergessen" auch schon mal das eine oder andere alkoholische Getränk in der Hoffnung, dann nicht ins Röhrchen blasen zu müssen. Gegen derartige Vergesslichkeit wollen Kölner Wissenschaftler mit einem Urintest vorgehen. Mit seiner Hilfe lässt sich nicht nur feststellen, wann und wie viel, sondern auch was jemand getrunken hat.

Verschiedene Getränke enthalten unterschiedliche Alkoholarten. Neben Ethanol, das bislang in Promilletests nachgewiesen wird, können eine Vielzahl anderer Begleitalkohole enthalten sein. Sie machen unter anderem einen guten Wein aus. Deshalb lässt sich im Wein verglichen mit Bier und Wodka auch mit Abstand die größte Menge an Begleitalkoholen nachweisen. Alkoholika wie z. B. Wodka enthalten dagegen praktisch nur Ethanol.

Wenn verschiedene Alkohole in Wein und Bier enthalten sind, dann liegt es nahe, dass sie auch nach ihrer Verstoffwechselung im Urin nachweisbar sind. Dies untersuchte Dr. Andreas Bank vom Institut für Rechtsmedizin an der Universität zu Köln. Er schenkte Studenten entweder Wodka mit Orangensaft, Bier (Kölsch) oder Weißwein aus. Innerhalb von 90 Minuten tranken die Studienteilnehmer bis zu 12 Kölsch oder 10 Gläser Weißwein oder die entsprechende Menge Wodka verdünnt mit O-Saft. In regelmäßigen Abständen gaben sie Urinproben ab, die dann analysiert wurden.

Ergebnis: Anhand der Proben ließ sich genau feststellen, welches Getränk die Studienteilnehmer konsumiert hatten. Aussagen wie "es waren doch nur ein paar Bier" von Autofahrern, die dabei noch drei Korn vergessen, wären somit leicht zu entlarven. 

Quelle: Pressemitteilung der Universität zu Köln, 9. 9. 2004.

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