Hochschulnachrichten

Universität Frankfurt: Pharmaziesommerschule 2004

Am 17. Juli 2004 war es mal wieder so weit: 50 Studierende der Pharmazie fuhren in die 5. Frankfurter Pharmazie Sommerschule nach Aigen im Ennstal, um sich dort gemeinsam mit Professoren und Assistenten auf ihr 1. Staatsexamen vorzubereiten.

Am Samstag um 8.00 Uhr ging es vom Biozentrum aus mit dem Bus ins grüne Herz Österreichs, die Steiermark. Nach neun Stunden Fahrt waren wir am Putterersee-Schlössl angekommen. Da das Wetter so sommerlich heiß war, nutzten die meisten von uns den nahe gelegenen Putterersee, um sich erst einmal abzukühlen und in der Sonne zu relaxen, denn am Abend ging es schon gleich mit der ersten intensiven Lerneinheit los: Organische Chemie bei Professor Schubert-Zsilavecz. Den sommerlichen Abend ließen wir gemeinsam vor dem Schloss bei einem (oder zwei, oder drei ...) Glas Bowle ausklingen.

Die folgenden Tage begannen ausnahmslos recht früh, denn schon ab 8.00 Uhr stand einer unserer Professoren oder Assistenten bereit, um mit uns den Stoff des ersten Staatsexamens durchzuarbeiten: Professor Karas und Ivonne Syha die Allgemeine und Anorganische Chemie, Professor Dingermann und Dr. Ilse Zündorf die Genetik, Physiologie, Morphologie und Arzneipflanzen-Systematik, Professor Schubert-Zsilavecz die Organische Chemie in allen Varianten, Professor Steinhilber die Quantitative Anorganische Analyse, Dr. Wurglics die Qualitative Anorganische Analyse und Professor Stark OC-Analytik und ein Strategietraining.

Die Sportlichen unter uns standen jedoch noch früher auf, da es (ab jetzt jeden Morgen) um 6.00 Uhr zum Schwimmen beziehungsweise Joggen ging. Frühsport hält fit! Auch die Pausen dienten zur Aktivregeneration durch Schwimmen, Volleyball, Basketball oder Fußball.

Dass die Sommerschule eine optimale Mischung aus intensivem Lernen und fantastischem Freizeitangebot ist, zeigte sich erstmals am Montag. Denn nachdem wir am Vormittag die Theorie zum Ionenlotto und somit alle Nachweise der Qualitativen Anorganischen Analyse mit Professor Schubert-Zsilavecz und Dr. Mario Wurglics besprochen hatten, machten wir uns auf zur Raftingtour auf der Enns, ein Highlight der Sommerschule!

Jeder von uns bekam einen Neoprenanzug, eine Schwimmweste und einen Helm. In dieser Schutzkleidung sahen wir wirklich eher aus wie Männchen aus dem All und nicht etwa wie sexy Sportler! Unsere Rafting-Guides machten mit uns dann noch eine Sicherheitsschulung, sodass wir uns danach endlich guten Gewissens das Gesäuse hinunterstürzen konnten. Kleine Kämpfe unter den Booten blieben nicht aus, sodass fast jeder (freiwillig oder unfreiwillig) baden gehen musste. Jeden Abend lief eine große Diashow mit den besten Bildern des Tages.

Am Dienstagabend war der zweite Höhepunkt dieser Sommerschule angesagt, denn wir erlebten gemeinsam mit den Medizin-Studierenden einen Vortrag von Professor Mutschler, der extra für uns angereist war. In der Tat waren nicht nur 50 Pharmazeutinnen und Pharmazeuten in Aigen, sondern auch 50 Frankfurter Mediziner, die sich ihrerseits auf ihr Physikum vorbereiteten. Eine Idee der Organisatoren war nämlich, Pharmazie- und Medizinstudenten gemeinsam in ein Trainingslageru schicken, auch um Berührungsängste zwischen den beiden Heilberufen abzubauen und gegenseitigen Respekt und Anerkennung zu induzieren. Da passte der Vortrag von Professor Mutschler Arzt und Apotheker - vertrauensvolle Partner oder feindliche Brüder? (der übrigens in der Ausgabe 6/2004 der Pharmazie in unserer Zeit nachzulesen sein wird) punktgenau. Diesen tollen Abend ließen wir gemeinsam mit den Mediziner mit einer zünftigen Grillparty ausklingen, bei der auch die Alfa-Romeo-Disco von Professor Dingermann zum Einsatz kam.

Der nächste Tag begann für einige von uns nach dieser Fete etwas zu früh, doch die Namensreaktionen mussten nun einmal auch gelernt werden. Am Nachmittag fuhren Mediziner und Pharmazeuten gemeinsam mit dem Bus zum Stift Admont, wo wir die größte Klosterbibliothek der Welt bewundern konnten. Anschließend fuhr uns der Bus auf über 1400 Meter Höhe zur Oberst Klinker Hütte, wo einige von uns zusammen mit Frau Zündorf die alpine Botanik durchstreiften, andere es sich auf der Hütte gemütlich machten und die super Aussicht genossen.

Nach einem Strategie-Training bei Professor Stark (Ok. - wir brauchen keine Maskottchensammlung während des SE!) war am Donnerstagnachmittag wiederum gemeinsam mit den Medizinern ein Ausflug nach Graz, die letztjährige Kulturhauptstadt Europas, angesagt. Nach kurzer Stadtführung und aufschlussreichen Detailinformationen über diese Stadt (z. B., dass auf 20 Einwohner eine Kneipe kommt) ging es um 21.00 Uhr dann wieder mit dem Bus zurück nach Aigen. Die Stimmung während der Fahrt war super gut und einige von uns stellten ihr Gesangstalent unter Beweis. Dort wurde auch unser Abschiedslied Der Sommerschulenboogie aus der Taufe gehoben.

Der letzte Tag begann wie immer mit einer Lerneinheit. Nach dem Mittagessen fand ein Fußballspiel statt, bei dem Mediziner, Pharmazeuten und Profs gemeinsam auf dem Platz standen. Im Anschluss daran wurde am See ein Volleyballturnier ausgetragen, bei dem Mediziner und Pharmas (Es ist kalt hier drin ...) gegeneinander spielten. Die Pharmas gewannen 3 : 1 und konnten somit am Abend beim traditionellen Ripperlessen beim Kirchenwirt Toni den Siegerpokal entgegennehmen. Dort sangen wir dann auch unseren Sommerschulenboogie, um uns bei allen, die diese Sommerschule ermöglicht hatten, zu bedanken. Nach dem Essen wurde bei den Medizinern weitergefeiert, bis alle Flüssigkeitsvorräte trocken getrunken waren.

Am nächsten Morgen war leider die Heimreise nach Frankfurt angesagt. Eine ausgelassene Stimmung wie auf der Hinreise wollte allerdings nicht aufkommen, weil alle noch ziemlich müde vom Vorabend waren. Insgesamt kann man sagen, dass die Sommerschule ein voller Erfolg war.

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