Prisma

Blutzuckermessung: Sensor statt Nadel?

Gute Aussichten für schmerzempfindliche Diabetiker: Zumindest bei der Blutzuckerbestimmung könnte der Stich in den Finger zukünftig hinfällig werden. Dank eines Sensors, der unter die Haut gepflanzt wird, soll der Pieks durch einen kurzen Blick auf ein Lesegerät ersetzt werden.

Das Prinzip des von einem Forscherteam um C. Grimes von der Pennsylvania State University entwickelten Geräts beruht auf magnetischer Resonanz, ähnlich der Technik, die bei Diebstahlsicherungen in Kaufhäusern angewendet wird. Der sechs Millimeter lange Sensor soll unter die Haut beispielsweise der Hand oder des Unterarms implantiert werden und enthält einen magnetischen Kern. Dieser wird durch die Magnetspule eines Lesegerätes in leichte Schwingungen versetzt. Der Sensor ist von einem Polymer umgeben, das abhängig vom Säuregrad der Umgebung unterschiedlich stark quillt und somit die Schwingungen mehr oder weniger stark beeinträchtigt.

Durch ein Enzym, das wiederum auf das Polymer aufgebracht ist, wird Glucose in Säure umgewandelt. Je mehr Glucose im Blut vorhanden ist, desto saurer wird die Umgebung des Sensors und desto stärker verändert sich die Schwingung. Hält der Patient Hand oder Arm in ca. 15 cm Abstand vor das Lesegerät, wandelt dieses die Schwingungen in einen ablesbaren Wert um. ah

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