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VFA: Rürup-Modell greift zu kurz

BERLIN (vfa/ks). "Rürups Richtung stimmt Ų seine Modelle greifen allerdings zu kurz." So kommentierte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), das am 15. April von den Ökonomen Bert Rürup und Eberhard Wille vorgestellte Modell zur Finanzreform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Auch der VFA plädiert bereits seit längerem für die Einführung eines prämienbasierten Gesundheitssystems mit "sozialer Abfederung". Die Realisierung eines Solidarausgleichs über das Steuersystem geht deshalb in die richtige Richtung, so Yzer. Allerdings handle es sich bislang "um reine Finanzierungskonzepte, die das Zwangssystem GKV unangetastet lassen". Die VFA-Geschäftsführerin kritisierte, dass eine wettbewerbliche Strukturierung des Gesundheitssystems, bei der der Bürger seinen Versicherer frei wählen kann, nicht angestrebt werde: "Qualitäts- und Effizienzsteigerung stehen daher weiterhin nicht im Zentrum der Reformdebatte."

Das Festhalten an den Monopolstrukturen führe dazu, so Yzer weiter, dass der Finanzierungsbedarf für die Prämienzuschüsse für Erwachsene – von Rürup mit 22,5 Mrd. Euro beziffert – ausschließlich über Steuer- und Abgabenerhöhungen gedeckt werden soll. Gegenfinanzierungen, wie sie bei einem Aufbrechen der Monopolstrukturen möglich wären und den Steuerzahler entlasteten, blieben damit automatisch außen vor.

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