Nichtraucherkampagne

M. Pötschke-LangerRauchfrei 2004 – 10 000 Eur

Auch für das Jahr 2004 ruft das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Rauchstopp auf. Bereits zum dritten Mal wollen die Koordinatoren mit der bundesweiten Nichtraucherkampagne "Rauchfrei 2004 Ų 10 000 Euro zu gewinnen" möglichst viele Raucherinnen und Raucher dazu bewegen, mindestens vier Wochen lang (1. bis 29. Mai 2004) nicht zu rauchen.

Es ist der Wunsch der beteiligten Institutionen, dass sich möglichst viele Apotheker an der Kampagne beteiligen, z. B. durch Hinweisschilder an der Eingangstür zur Apotheke oder den Schaufenstern und die Ausgabe von Teilnahmekarten sowie die Informationsverbreitung durch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zum Jahresbeginn erhalten Apotheker kostenfrei ein Materialienpaket der Nichtraucherkampagne "Rauchfrei 2004 – 10 000 Euro zu gewinnen", das ein Plakat, einen Aufkleber und 50 Teilnahmekarten für Kunden enthält – wenn sie als Apothekengroßhändler die Firma GEHE haben. Diese stellt die Materialienpakete im Januar und Februar zusammen mit der normalen Warenzustellung zur Verfügung. Darüber hinaus können unter der eigens für "Rauchfrei 2004" angelegten PZN 5756493 weitere Aktionspakete bei der GEHE bestellt werden. Alle anderen Apotheken können das Materialienpaket kostenfrei bei der Koordinierungsstelle anfordern (siehe Kasten). Dort können auch alle Apotheken fortlaufend neue Teilnahmekarten kostenfrei nachbestellen.

Der offizielle Startbeginn der Nichtraucherkampagne ist Aschermittwoch, 25. Februar 2004. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die Medienberichterstattung, und durch Erfahrungen aus vorangegangenen Kampagnen ist zu erwarten, dass viele Kunden sich auch an ihre Apotheke wenden. Deshalb ist es empfehlenswert, die Materialien vor dem Start bereitzulegen oder zu bestellen und dann rechtzeitig in der Apotheke zu platzieren.

"Rauchfrei 2004" – das Konzept

Ziel ist es, möglichst viele Raucherinnen und Raucher dazu zu bewegen, mindestens vier Wochen lang, vom 1. Mai 2004 an, nicht zu rauchen und ihnen dadurch den Schritt zur langfristigen Aufgabe des Rauchens zu ermöglichen. Für jeden Teilnehmer ist ein Anmeldeformular erforderlich. Teilnehmen können Raucherinnen und Raucher jeden Alters, die in den letzten zwölf Monaten täglich geraucht haben. Aber auch Nichtraucher sind von der Aktion nicht ausgeschlossen. Sie können als Helfer einen Teilnehmer unterstützen. Wenn ein Helfer mehrere Teilnehmer unterstützt, kann er auch auf mehreren Anmeldungen benannt werden. Einsendeschluss für die Teilnahme ist der 1. Mai 2004. Zum Ende der Kampagne werden unter allen Teilnehmern je zwei Preise für Jugendliche und Erwachsene sowie deren Helfer (insgesamt 10 000 Euro), ein europäischer Superpreis von 2500 US-Dollar und ein internationaler Superpreis von 10 000 US-Dollar verlost.

Gewinnen können nur die Teilnehmer, die nachweislich im Monat Mai nicht geraucht haben, und ihre Helfer. Der Nachweis wird durch einen Urintest erbracht. Die Preisträger erhalten einen Teststreifen, den sie zu ihrem Arzt mitnehmen. Dieser führt den Test durch und informiert die Koordinierungsstelle.

Was ist das Besondere an "Rauchfrei 2004"?

Die Kampagne "Rauchfrei 2004" ist Teil der größten internationalen Kampagne "Quit and Win" und findet in dieser Form zum dritten Mal in Deutschland statt. Die Kampagne vermittelt eine positive Botschaft, die von allen mitgetragen werden kann und bei der alle – Raucher sowie Nichtraucher – teilnehmen können. Viele haben bereits mehrfach versucht, mit dem Rauchen aufzuhören, sind jedoch immer wieder gescheitert – "Rauchfrei 2004" bietet eine neue Chance. Durch das Helfersystem werden die Raucher nicht allein gelassen, sondern aktiv motiviert und von einer Vertrauensperson unterstützt.

Die Kampagne vermittelt zudem ein Gemeinschaftsgefühl, denn Zehntausende in Deutschland und schätzungsweise eine Millionen weltweit werden teilnehmen. Die Kampagne richtet sich auch an rauchende Jugendliche. Viele von ihnen wollen mit dem Rauchen aufhören und erhalten hierzu eine Gelegenheit.

Individuelle Unterstützung und Informationsmaterial erhalten die Teilnehmer vor, während und nach der Aktion am Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Telefon 0 18 05/ 31 31 31 (12 Cent/Min.), Montag bis Donnerstag 10 bis 22 Uhr, Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr und am Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums, Telefon 0 62 21/42 42 00, Montag bis Freitag 15 bis 19 Uhr.

Ergebnisse der letzten Nichtraucherkampagne im Jahr 2002

Deutschland beteiligte sich im Jahr 2002 zum zweiten Mal gemeinsam mit 98 Ländern an der Aktion "Quit & Win", die in Deutschland unter dem Motto "Rauchfrei 2002 – 10 000 Euro zu gewinnen!" durchgeführt wurde. An der Aktion beteiligten sich über 90 000 Raucherinnen und Raucher und fast ebenso viele Helfer. 47 648 meldeten sich über das Internet an und 42 810 über eine gedruckte Teilnahmekarte. Damit waren über 150 000 Menschen allein in Deutschland aktiv. Weltweit nahmen über 800 000 Raucherinnen und Raucher und schätzungsweise über 500 000 Helfer an der Kampagne teil.

Mit 456 Artikeln in Printmedien, 9 Fernsehsendungen, 40 Hörfunkbeiträgen, 43 Internetpräsentationen und zahlreichen Agenturmeldungen beteiligte sich die Presse an der Kampagne. Die Auflagenhöhe aller Printmedien lag bei mehr als 100 Millionen. Auch die Deutsche Bahn AG unterstützte die Nichtraucherkampagne und stellte bundesweit an allen ServicePoints in den Bahnhöfen Teilnahmekarten für den Wettbewerb bereit. Außerdem berichtete die Deutsche Bahn in ihrer Kundenzeitschrift mobil über die Aktion. In der Zeitschrift sprach die Schauspielerin Veronica Ferres in einem Interview über ihre erfolgreiche Tabakentwöhnung und ihre aktive Unterstützung der Kampagne.

Zum Erfolg der Kampagne trug auch bedeutend die Beteiligung von Internetprovidern bei, die auf ihren Startseiten und Gesundheitsseiten die Kampagne bekannt machten und Chats und Foren einrichteten.

Ermutigende Nachbefragung

Wie schon die erste Kampagne im Jahr 2000 wurde auch "Rauchfrei 2002" 12 Monate nach der Durchführung mit einer Stichprobenbefragung evaluiert: Danach gaben 22% der Befragten an, seit der Teilnahme Nichtraucher zu sein, 39% der Teilnehmer haben ihren Konsum reduziert und 39% haben ihr Verhalten beibehalten. Fast 90% der Teilnehmer hatten einen oder mehr Ausstiegsversuche hinter sich; das Durchschnittsalter lag bei 25 bis 44 Jahren und 78% der Teilnehmer rauchten mehr als 15 Zigaretten täglich. 47% der Teilnehmer rauchten seit mehr als 20 Jahren, 28% seit mehr als 10 Jahren und 25% unter 9 Jahren.

Der langfristige Erfolg der Kampagne liegt in der dauerhaften Einhaltung des Nichtrauchens. Im Jahr 2000 wurden 30% der 25 000 Teilnehmer erfolgreich zu Nichtrauchern, im Jahr 2002 waren dies 22% von über 90 000 Teilnehmern. Somit haben über 27 000 den Ausstieg aus der Tabakabhängigkeit geschafft. Da die Kampagne im Jahr 2002 vorwiegend durch Apotheker durchgeführt wurde, ist es ein Erfolg vieler engagierter Apotheker.

Perspektiven der Kampagne "Rauchfrei 2004" für Apotheker

Die Kampagne "Rauchfrei 2004" eignet sich wiederum in idealer Weise für Apotheker, an zentraler Stelle ein Plakat und Hinweisschild mit Teilnahmekarten zu platzieren. Für besondere Aufmerksamkeit sorgt ein Hinweisschild vor der Apotheke oder gar ein Flipchart, der außerhalb der Apotheke im Fußgängerbereich aufgestellt wird. Geradezu magisch werden Kunden durch den groß gedruckten Hinweis "10 000 Euro zu gewinnen" angezogen. Viele Apotheker, die bereits an den Kampagnen 2000 und 2002 aktiv teilnahmen, berichteten von erfreulichem Kundeninteresse. So stellen die Teilnahmekarten häufig einen Anreiz dar, die Apotheken aufzusuchen. Bedeutsam für die Apotheker-Kunden-Bindung ist eine zusätzliche Kurzberatung.

Apotheker können die Kampagne zum Anlass nehmen, ihre Kunden nach ihrem Rauchverhalten zu fragen und sie zu beraten. Dies gilt ebenso für Dauerkunden. Auch noch Unentschlossenen sollte eine beratende Unterstützung angeboten und auf die enormen gesundheitlichen und persönlichen Vorteile eines Rauchstopps hingewiesen werden. Die gute Absicht all derjenigen, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Aufhörversuch unternehmen wollen, sollte bestärkt und alle notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt werden. Auch praktische Tipps, wie das Nichtraucherdasein zu meistern ist, und konkrete Hilfen für den Ausstieg werden dankbar entgegengenommen.

Unterstützen können Apotheker weiterhin, indem sie ein Ausstiegsdatum vorschlagen und zur Erhöhung der Erfolgsaussichten in der Raucherentwöhnung medikamentöse Entwöhnungshilfen wie Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi oder Nasalspray anbieten. Medikamentöse Therapie ist dann besonders sinnvoll, wenn Sucht, Entzug oder Angst vor Entzug eine Rolle spielen oder ein hoher Zigarettenkonsum und ein früher Zeitpunkt der ersten gerauchten Zigarette auf körperliche Abhängigkeit schließen lassen. Hilfreich ist die Einrichtung eines speziellen "Rauchfrei"-Regales mit medikamentösen Entwöhnungshilfen sowie zuckerfreien Bonbons, Lutschtabletten, zuckerfreien Getränken und Selbsthilfematerialien. Die Kunden nehmen grundsätzlich gern Angebote wahr.

Entscheidend für den Erfolg dieser Aktion ist aber auch die Information aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit diese von sich aus Kunden ansprechen. Denkbar ist ebenso die Teilnahme von rauchenden Mitarbeitern einer Apotheke an der Kampagne. Intern könnten noch weitere Preise gestiftet werden. "Rauchfrei 2004" ist also eine Chance, auch unter Gesundheitsberufen zum Rauchstopp zu motivieren.

Auch für das Jahr 2004 ruft das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Rauchstopp auf. Bereits zum dritten Mal wollen die Koordinatoren mit der bundesweiten Nichtraucherkampagne "Rauchfrei 2004 – 10 000 Euro zu gewinnen" möglichst viele Raucherinnen und Raucher dazu bewegen, mindestens vier Wochen lang nicht zu rauchen. Wunsch der beteiligten Institutionen ist es, dass sich möglichst viele Apotheker an der Kampagne beteiligen.

Telefonische Beratung zur Tabakentwöhnung

Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Thema Nichtrauchen Telefon 0 18 05 / 31 31 31 (12 Cent pro Minute) Montag bis Donnerstag 10 bis 22 Uhr Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr

Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums Telefon 0 62 21 / 42 42 00 (Normaltarif für Ferngespräche) Montag bis Freitag 15 bis 19 Uhr

Info- und Beratungstelefon für die Prävention des Plötzlichen Säuglingstodes, für Schwangere und junge Eltern Telefon 01 80 – 50 99 555 (12 Cent pro Minute) Dienstag bis Donnerstag 8 bis 10 Uhr Dienstag 16 bis 18 Uhr Infotext und kostenloser Faxabruf rund um die Uhr

"Rauchfrei 2004 – 10 000 Euro zu gewinnen" – Aktionsmaterialien ab Februar für Apotheken verfügbar, entweder durch den Apothekengroßhandel GEHE oder bei der Koordinationszentrale PZN für GEHE-Kunden: 5756493

Ein kostenfreies Materialienpaket enthält ein Plakat, einen Aufkleber sowie 50 Teilnahmekarten mit einer Aufstellbox. Apotheker können den Aufkleber auf einem Schaufenster oder an der Eingangstür befestigen. Ihre Kunden, die über die Aktion im Fernsehen und in Printmedien informiert werden, wissen dann, dass sie in ihrer Apotheke Teilnahmekarten erhalten können. Weiter könnte die Gestaltung eines Schaufensters sowohl die Aktionsmaterialien als auch Produkte zur medikamentösen Raucherentwöhnung mit einbeziehen.

Koordinierungszentrale: Deutsches Krebsforschungszentrum WHO Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg Telefon (0 62 21) 42 30 15, Telefax (0 62 21) 42 30 20 E-Mail: rauchfrei2004@dkfz.de

Die Kampagne wird durchgeführt von staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen und in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Aktionsbündnisses Nichtrauchen, welchem angehören: Bundesärztekammer, Deutsche Herzstiftung, Deutsches Krebsforschungszentrum, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, Deutsche Lungenstiftung, Bundesvereinigung für Gesundheit, Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit, Nichtraucherinitiative Deutschlands und viele andere mehr. Sie wird koordiniert vom Deutschen Krebsforschungszentrum im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und unterstützt von der Weltgesundheitsorganisation.

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