Arzneimittelausgaben: GKV hat schon 1,4 Milliarden gespart

Die gesetzlichen Krankenkassen sind im ersten Halbjahr 2004 durch das GKV-Modernisierungsgesetz um 1,4 Milliarden Euro entlastet worden. Dies teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am 28. Juli in Berlin mit.

In jedem der ersten sechs Monate des Jahres lagen die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Kassen niedriger als im Vorjahr. Die Patienten waren an diesen Einsparungen durch die Änderung bei der Zuzahlung sowie die Ausgrenzung vieler rezeptfreier Arzneimittel mit rund einem Drittel beteiligt, so die ABDA. Die beiden anderen Drittel ergeben sich durch die Maßnahmen auf der Hersteller-, Großhandels- und Apothekenstufe. Am geringsten war der Ausgabenrückgang jeweils zum Ende des Quartals ? also im März und im Juni ? gewesen. Der Grund dafür sei der "Praxisgebühreneffekt", erläuterte die ABDA. Dieser entstehe dadurch, dass vor allem chronisch kranke Patienten gegen Ende des Quartals noch einmal zum Arzt gehen, um im Folgequartal die Praxisgebühr einzusparen. Während die Ausgaben im Januar um 29,88 Prozent und im Februar um 18,08 Prozent sanken, betrug der Rückgang im März nur 1,60 Prozent. Im April lagen die Arzneimittelausgaben wiederum 12,31 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, im Mai waren es 16,04 Prozent weniger. Im Juni schwächte sich der Ausgabenrückgang erneut ab und lag bei einem Ausgabevolumen von insgesamt 1,718 Mrd. Euro um 1,65 Prozent unter dem Wert von Juni 2003.

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