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FU Berlin: Massive Sparmaßnahmen für Pharmazeutisches Institut

BERLIN (diz). An den Berliner Universitäten sollen Einsparungen in Millionenhöhe vorgenommen werden. Betroffen davon ist auch das Pharmazeutische Institut der Freien Universität (FU). Eine Aktion der Pharmaziestudierenden der FU Berlin versucht derzeit, die Öffentlichkeit auf diese Sparmaßnahmen aufmerksam zu machen, insbesondere auch auf die nach Einschätzung der Studierenden katastrophalen Folgen für die Lehre.

Sollten die Pläne des Senats und des Präsidialamtes der FU Mitte Dezember unverändert im Akademischen Senat beschlossen werden, hätte dies zur Folge, dass vier der elf Professorenstellen am Pharmazeutischen Institut der FU nicht neu besetzt werden könnten. Davon betroffen wäre auch der Lehrstuhl für Klinische Pharmazie, ein Prüfungsfach der neuen Approbationsordnung. Dies würde bedeuten, dass die Ausbildung gemäß der neuen AAppO in Berlin nicht mehr möglich wäre.

Die Sparmaßnahmen hätten auch den Wegfall von Assistentenstellen zur Folge. Man geht davon aus, dass insgesamt 60 Prozent der Assistentenstellen vakant würden, die aufgrund der Einsparmaßnahmen nicht mehr neu besetzt werden könnten. Zu fürchten sei, dass dann die Betreuung der Studierenden in den Praktika nicht mehr gewährleistet werden könne.

Die Pharmaziestudierenden haben sich daher in einem Rundschreiben an die Berliner Apothekenleiterinnen- und -leiter gewandt mit der Bitte um eine Unterschriftenaktion in der Bevölkerung. In dem Begleitschreiben zur Unterschriftensammlung machen sie die Bevölkerung darauf aufmerksam, dass eine hochwertige Ausbildung zum/zur Apotheker/in unmöglich werde, Verbraucher in Zukunft nicht mehr qualifiziert beraten werden könnten und viele Apotheken aufgrund des mangelnden Apothekernachwuchses in Berlin und Brandenburg schließen müssten.

Die Unterschriftenaktion soll bis zum 12. Dezember laufen. Die Pharmaziestudierenden erhoffen sich davon, mit den Unterschriften die Entscheidung des Senats und des Universitätspräsidialamtes noch beeinflussen zu können (siehe auch das nachfolgende Interview).

An den Berliner Universitäten sollen Einsparungen in Millionenhöhe vorgenommen werden. Betroffen davon ist auch das Pharmazeutische Institut der Freien Universität (FU). Eine Aktion der Pharmaziestudierenden der FU Berlin versucht derzeit, die Öffentlichkeit auf diese Sparmaßnahmen aufmerksam zu machen, insbesondere auch auf die nach Einschätzung der Studierenden katastrophalen Folgen für die Lehre.

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