BVA-Info

Langsame Erholung auf dem Arbeitsmarkt

Auf dem Apotheken-Arbeitsmarkt zeichnet sich eine Trendwende ab: Seit dem Höchststand vom Juli 2003 mit über 8000 Arbeitslosen gab es einen kontinuierlichen Rückgang um insgesamt 11 Prozent. Im Oktober waren laut Statistik der Bundesanstalt für Arbeit rund 7200 Personen aus Apothekenberufen arbeitslos gemeldet.

Neue Planungssicherheit

"Offensichtlich gibt es bei den Apothekenleitern wieder Planungssicherheit und wachsende Zuversicht auf der Basis des neuen Kombimodells beim Arzneimittelpreis", so die BVA-Vorsitzende Monika Oppenkowski.

"Außerdem werden viele Chefs gemerkt haben, dass man ohne qualifizierte Mitarbeiter keinen guten Service bieten kann. Und der ist für das Überleben einer Apotheke eben unverzichtbar. Deshalb gehe ich davon aus, dass sich die Arbeitslosenzahlen zum Quartalsende nicht wieder verschlechtern."

2000 mehr als im Oktober 2002

Im Oktober 2003 waren 1176 angestellte Apotheker auf Arbeitssuche, 308 mehr als im Vorjahresmonat (+ 35%). Bei den PTA und (Diplom-)PI lag die Zahl mit 2202 um 931 über dem Vorjahresniveau (+ 73%). 3829 PKA waren im Oktober ohne Arbeit, das sind 827 mehr im Vorjahresmonat (+ 28%). Insgesamt sind dies über 2000 arbeitslose Apothekenangestellte mehr als im Oktober 2002.

ABDA-Prognosen nicht eingetreten

Dazu Oppenkowski: "Die Horrorzahlen der ABDA von bis zu 20 000 Kündigungen sind zum Glück nicht eingetreten. Stattdessen hat es, wie vom BVA vorausgesagt, überwiegend Verschiebungen auf anderen Ebenen gegeben: Stundenreduktionen, Kürzung übertariflicher Zulagen, Gehaltskürzungen etc. Auch hier erwarten wir für das nächste Jahr eine Besserung, denn die Angestellten müssen ja eher mehr leisten als weniger."

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