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Finanzausgleich: Kassen haben fast 15 Mrd. umverteilt

BONN (im). 14,8 Milliarden Euro werden im Finanzausgleich zwischen den gesetzlichen Krankenkassen jährlich umverteilt, davon 14,3 Milliarden im eigentlichen Risikostrukturausgleich (RSA) und weitere 0,6 Milliarden im Risikopool für besonders teure Krankenbehandlungen. Das hat das Bundesversicherungsamt am 6. November in Bonn mitgeteilt.

Demnach zahlen die Betriebskrankenkassen mehr als die übrigen Kassen in den gemeinsamen Topf ein, 8,4 Milliarden Euro waren es in 2002, das sind die zuletzt verfügbaren Zahlen. Die zweithöchsten Einzahler seien die Angestellten-Ersatzkrankenkassen mit fünf Milliarden Euro. Von den Empfängerkassen seien die Ortskrankenkassen mit 12,4 Milliarden Euro die größten Nutznießer.

Der RSA wurde geschaffen, um die unterschiedlichen Risikostrukturen der Kassen etwa in Bezug auf Alter oder Geschlecht der Versicherten oder den Bezug einer Erwerbsminderungsrente auszugleichen. Er wurde parallel mit der Wahlfreiheit eingeführt, um einen unsolidarischen Wettbewerb um junge und gesunde Versicherte (so genannte gute Risiken im Jargon) zu verhindern.

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