BVA-Info

Arbeitsmarkt: Seit Jahresbeginn 2500 arbeitslose Apothekenmitarbeiter mehr

Eine neue Kündigungswelle zum Ende des zweiten Quartals hat die Arbeitslosenzahlen im Apothekenbereich im Juli auf ein Rekordhoch von über 8000 steigen lassen. Dies waren fast 500 Personen mehr als im Vormonat.

Durch die Auswirkungen des Beitragssatzsicherungsgesetzes haben seit Ende letzten Jahres 2500 Apothekenangestellte ihren Arbeitsplatz verloren – ein Anstieg um 47 Prozent! Dazu kommen großflächig Stundenreduktionen und Gehaltsreduzierungen beim verbliebenen Personal.

PKA besonders betroffen

Besonders betroffen waren diesmal die PKA: Von Juni auf Juli nahm die Zahl der arbeitslosen PKA um 12 Prozent auf rund 4350 zu. Bei den PTA und Pharmazieingenieuren betrug der Anstieg 4 Prozent, bei den Approbierten gab es einen leichten Rückgang um 1,5 Prozent. Für alle Apothekenberufe insgesamt lag die Zahl der Arbeitslosen um 7 Prozent über dem Vormonat.

Dazu die Bundesvorsitzende der Apothekengewerkschaft BVA, Monika Oppenkowski: "Die Apothekenangestellten sind die Hauptleidtragenden der Spargesetzgebung im Arzneimittelbereich. Manche Kündigung hätte sich aber vermeiden lassen, wenn die Arbeitgeber durch einen Tarifabschluss spätestens zur Jahresmitte Sicherheit an der Tariffront geschaffen hätten. Durch die Weigerung des ADA, rechtzeitig über unser Angebot zu verhandeln, können wirtschaftlich angeschlagene Apothekenleiter noch immer nicht mit der vorgeschlagenen Härteklausel planen."

Verantwortlich: Monika Oppenkowski Bundesverband der Angestellten in Apotheken (BVA) Hauptgeschäftsstelle: Deichstraße 19, 20459 Hamburg Telefon (0 40) 36 38 29 Internet: www.bva-online.de

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