Berichte

Freie Universität Berlin: PJ und Berufsstart

Am 14. Juli 2003 informierten sich 70 Berliner Studierende des 6. bis 8. Semesters bei einer Veranstaltung der Fachschaft Pharmazie und des Deutschen Pharmazeutinnen Verbandes (dpv) über das Praktische Jahr (PJ) und Tätigkeitsfelder für Apothekerinnen und Apotheker.

Die Anregung zu dieser Veranstaltung hatte Frau Karin Wahl, 1. Vorsitzende des Deutschen Pharmazeutinnen Verbandes, auf der Tagung des Bundesverbandes der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) am 31. Mai 2003 gegeben. Damit stieß sie auf großen Zuspruch.

Die Berliner Fachschaft war eine der ersten, die Frau Wahl um einen Termin zur Durchführung der Veranstaltung baten. Gemeinsam mit ihr und Frau Dr. Ursula Sellerberg (ABDA) wurde der Informationsabend innerhalb von drei Wochen auf die Beine gestellt. Dabei sprachen Frau Wahl und Frau Sellerberg die Referenten an, und die Fachschaft organisierte den Raum, einen Beamer und eine kleine Erfrischung, welche von der Fa. Berlin-Chemie AG gesponsert wurde.

Zu Beginn stellte Frau Wahl den allgemeinen Ablauf des Praktischen Jahres vor. Sie gab dabei viele Tipps und verdeutlichte die Notwendigkeit einer guten Praktikumapotheke. Die Studierenden sollten sich nicht als billige Arbeitskräfte missbrauchen lassen, denn sie haben das Recht auf eine gute Ausbildung. Es kristallisierte sich heraus, dass es an den Studierenden liegt, sich mit etwas Engagement die richtige Apotheke zu suchen und auch einen Arbeitsvertrag zu unterzeichnen.

Anschließend führte Herr Marian Sturm von der Fa. Berlin-Chemie AG die Teilnehmer in die verschiedenen Tätigkeitsfelder in der pharmazeutischen Industrie ein. Aufgrund eigener Erfahrung stellte er das Gebiet "Zulassung" detaillierter vor. In der Industrie gibt es umfangreiche Möglichkeiten für Apotheker. Herr Sturm stellte dabei die Bedeutung einer Weiterbildung zum Fachapotheker heraus.

Frau Dr. Thekla Schwarz vom Benjamin Franklin-Klinikum zeigte die Einsatzgebiete in der Krankenhausapotheke auf. Viele Studierende hatten bisher noch keinen Kontakt zur Krankenhauspharmazie und konnten sich nach den Ausführungen von Frau Dr. Schwarz ein gutes Bild von der Arbeit auf diesem Gebiet machen. In der Krankenhausapotheke werden nicht nur die Arzneimitteldistribution, sondern auch die Erstellung von Behandlungshinweisen für das Pflegepersonal und auch die Weiter- und Fortbildung der Angestellten in den Vordergrund gerückt.

Frau Bettina Piep von der AOK stellte ihren Arbeitsbereich in der Krankenkasse vor. Sie erläuterte die Gesprächsangebote zwischen AOK und den Ärzten über eine mögliche Kostenreduktion. Mit zahlreichen Zahlenbeispielen untermauerte sie die Notwendigkeit dieser Gespräche und betonte die Bedeutung der Apotheker. Nur diese Berufsgruppe hat das nötige Wissen über Arzneimittel und mögliche Interaktionen zwischen Wirkstoffen und kann diese auch kompetent beurteilen.

Im Anschluss an jeden Vortrag und auch zum Ende der Veranstaltung gab es eine rege Diskussion, da das Bedürfnis nach Information sehr groß war. Für eine umfassende Beurteilung der einzelnen Referate und der gesamten Veranstaltung wurde an jeden Studierenden ein Evaluationsbogen ausgegeben. Die Auswertung der Bögen unterstrich noch einmal die Notwendigkeit solcher Informationsveranstaltungen. Für die nächste Veranstaltung sind Informationen über ein Praktikum im Ausland geplant.

Abschließend gilt Frau Wahl, Frau Sellerberg und den Referenten ein großes Lob für die gelungene Veranstaltung.

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