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Diabetes-Zentrum Preetz: Diabetes – Herausforderung für die Gesundheitsve

PREETZ (tmb). Deutschlandweit sind mittlerweile etwa acht Millionen Menschen Diabetiker. Angesichts der schwerwiegenden möglichen Folgeerkrankungen ist dies sowohl ein humanitäres als auch ein volkswirtschaftliches Problem. Daher sind alle Apotheken gefordert, sich dieses Themas anzunehmen. Es ist kein ausgefallenes Spezialgebiet, sondern eine Profilierungsmöglichkeit, die überall genutzt werden kann. Wie dies gelingt, zeigt das bemerkenswerte Beispiel des Diabetes-Zentrums im holsteinischen Preetz, das am 26. Juni gegründet wurde.

Das Diabetes-Zentrum ist eine Gemeinschaftsleistung des Gesundheitszentrums am Löwen (GZL) in Preetz und des Landesverbandes Schleswig-Holstein des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB). Mittelpunkt des GZL, über dessen Aktivitäten bereits vielfach berichtet wurde, ist Krauses Löwen-Apotheke am Markt.

Auch auf dem Gebiet des Diabetes ist das GZL bereits seit Jahren engagiert. So wurden 1991 und 1992 landesweite Kinderdiabetes-Tage für Schleswig-Holstein veranstaltet. Gemeinsam mit anderen Apotheken stiftete die Löwen-Apotheke dem DDB ein Diabetes-Mobil.

Durch sein umfangreiches Leistungsangebot ist das GZL ein idealer Anbieter für die Rundum-Versorgung von Diabetikern. Dazu gehören neben der Apotheke die Ernährungsberatung, die Fußpflege, der Verkauf von Sanitäts- und Reformhauswaren, eine große Orthopädiewerkstatt sowie Vorträge und Seminare für Patienten. Außerdem werden landesweite Schulungen für Arzthelferinnen veranstaltet.

Durch das neue Diabetes-Zentrum sollen nun die Informationen über Diabetes und die Versorgung noch weiter verbessert werden. Eine Ernährungsberaterin und Diabetesassistentin steht für tägliche Sprechzeiten im GZL zur Verfügung. Ab 22. Juli wird der Landesvorsitzende des DDB, Martin Lange, in 14-tägigem Rhythmus eine Spezialberatung über sexuelle Probleme bei Diabetikern anbieten.

Wolf-Peter Krause, Leiter der Löwen-Apotheke und Inhaber des GZL, sieht auf diesem Gebiet gleichermaßen großen Handlungsbedarf und Profilierungsmöglichkeiten für Apotheken. Das Thema sei enorm bedeutsam, denn an der bei Diabetikern verbreiteten erektilen Dysfunktion könnten Ehen scheitern. Doch werde das Problem tabuisiert, es würden kaum Hilfen angeboten. Daher sollten sich Apotheken noch mehr um die Zielgruppe der Diabetiker bemühen.

Wie erfolgreich diese Arbeit ist, zeigte bereits die ausgezeichnete Resonanz der lokalen und regionalen Presse über die Eröffnung des Diabetes-Zentrums. An der Einweihung nahmen auch der Kreispräsident des Kreises Plön und die Bürgervorsteherin von Preetz teil. Die gute Öffentlichkeitswirkung unterstützt das positive Image der Apotheke und des GZL und sensibilisiert Menschen für die Gefahren des Diabetes.

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