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Das ZL informiert: Qualitätsprobleme bei Insulinpens?

Immer wieder erhalten das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) und die Arzneimittelkommission Deutscher Apotheker Einsendungen aus Apotheken, in denen Funktionsprobleme von Insulinpens reklamiert werden. Betroffen hiervon sind vor allem Fertigpens.

Folgende Probleme werden häufig beschrieben:

  • der Pen kann nicht ausgelöst werden,
  • es wird kein Insulin aus ihm freigesetzt,
  • die Dosis ist nicht einzustellen.

Aus den Laboruntersuchungen zeigt sich jedoch, dass der Funktionsverlust in den meisten Fällen auf eine falsche Handhabung der Insulinpens durch die Patienten zurückzuführen ist und keine Produktionsmängel vorliegen.

Zur Vermeidung dieser Probleme sollte bei der Beratung der Patienten in der täglichen Apothekenpraxis auf die genaue Beachtung der Gebrauchsinformation zu den Insulinpens hingewiesen werden:

Grundsätzlich sollen Fertigpens vor jeder Injektion auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Anschließend muss das Insulin durch das Kippen des Pens homogenisiert werden. Dies gilt besonders für milchige Insulinsuspensionen.

Größere Luftblasen müssen durch das Entlüften des Pens entfernt werden, da sie zu Dosierungsungenauigkeiten führen oder das Freisetzen des Insulins verhindern können. In manchen Fällen beginnt der Pen zu tropfen. Luftblasen entstehen hauptsächlich dann, wenn der Pen mit aufgeschraubter Nadel gelagert wird und dabei starken Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.

Eine Lagerung mit aufgeschraubter Nadel ist daher immer zu vermeiden. Neben den schon beschriebenen Luftblasen kann es bei einer solchen Lagerung auch zur Auskristallisation des Insulins in der Injektionsnadel kommen. Die Kristalle verstopfen die Nadel, wodurch die Auslösemechanik blockiert wird. Die Dosierung lässt sich dann nicht richtig einstellen und Insulin kann nicht appliziert werden. Dieses Problem kann durch einen regelmäßigen Wechsel der Injektionsnadel, am besten vor jeder Injektion, behoben werden.

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