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WIV-Apotheker: Nutzen von Arzneimitteln thematisieren

BONN (im). Die Fachgruppe Apotheker in Wissenschaft, Industrie, Verwaltungen will verstärkt den Nutzen von Arzneimitteln in die öffentliche Debatte rücken. Es drohe die Gefahr, dass Arzneimittel nicht mehr als Ware der besonderen Art, sondern zunehmend als normale Handelsware angesehen werden, sagte Dr. Martin Weiser, Sprecher der Fachgruppe der WIV-Apotheker, auf Anfrage dieser Zeitung.

Apothekerinnen und Apotheker als die Arzneimittelfachleute müssten diesem negativen Trend entgegenwirken. Die rein ökonomische Betrachtung der Medikamente werde zum Beispiel bei der aktuellen Diskussion um Kosten-Nutzen-Bewertungen, der von der Regierung geplanten so genannten vierten Hürde, sichtbar.

Es sei daher notwendig, die positiven Effekte von Arzneimitteln stärker als bisher in den Fokus zu rücken und nicht vordergründig Risiken oder Kosten der Arznei-Therapie zu thematisieren, sagte der Sprecher der WIV-Apotheker. Weiser ermunterte diejenigen, die sich für die Darstellung der Apotheker als anerkannte Arzneimittelfachleute stark machen wollten, sich bei der WIV-Fachgruppe zu engagieren.

Seinen Worten zufolge wollen die WIV-Apotheker den Nutzen von Arzneimitteln auch auf dem diesjährigen Deutschen Apothekertag im September in Köln einbringen. Das gemeinsame Symposium von Bundesapothekerkammer und WIV-Apothekern auf dem Apothekertag, das traditionell am Samstagnachmittag stattfindet, solle daher unter dem Titel "Nutzen von Arzneimitteln" stehen. Dazu liefen Gespräche mit der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), sagte Weiser, der im Referat Gesundheitspolitik bei Aventis Pharma Deutschland in Bad Soden beschäftigt ist.

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