Aktion

Nationale Impfwoche

Schutzimpfungen gehören zu den erfolgreichsten Maßnahmen, um die Gesundheit einer Bevölkerung zu verbessern. Poliomyelitis gilt in Deutschland als ausgerottet, Diphtherie und Tetanus treten fast nicht mehr auf. Solche Erfolge lassen sich aber nur fortsetzen, wenn weiterhin geimpft wird.

In Deutschland gilt jedoch: Je älter ein Mensch, desto schlechter ist sein Impfschutz. Gerade Auffrischimpfungen, wie die gegen Tetanus und Diphtherie, werden häufig vergessen, und viele Empfehlungen sind noch unbekannt oder werden zumindest nicht umgesetzt.

So hat nur jeder siebte Mensch über 60 Jahre den für ihn empfohlenen Impfschutz gegen Pneumokokken-Infektionen. Impflücken sind aber keine "Alterserscheinung", sie treten auch schon im Kindes- und Jugendalter auf.

Geschützt von Anfang an

Die meisten Säuglinge sind dank der Vorsorgeuntersuchungen noch regelrecht gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Infektionen mit Haemophilus influenzae Typ b (Hib) und Hepatitis B geimpft. Auch die erste der beiden Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) erhalten noch mehr als vier von fünf Kleinkindern. Bei den Vorschulkindern lassen die Durchimpfungsraten aber bereits nach.

Problemfall Masern

Laut offizieller Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) sollen seit 2001 alle Kinder noch vor dem zweiten Geburtstag zweimal gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft sein (Abb. 1) [1]. Zum Zeitpunkt der Einschulung haben in Deutschland jedoch nur 23 Prozent [2] der Kinder einen ausreichenden Impfschutz. Vor allem in den alten Bundesländern wird zu wenig und zu spät geimpft. Viele Entwicklungsländer weisen bessere Durchimpfungsraten als Deutschland auf.

Masern gelten hierzulande nicht als gefährlich. Dabei erkranken auch bei Masernausbrüchen in der westlichen Welt 1 von 1000 bis 3000 an Enzephalitis, die in 20 Prozent der Fälle zu neurologischen Dauerschäden und in 30 Prozent zum Tod führt.

Masern ließen sich eliminieren, wenn 95 Prozent der Kinder zweimal geimpft würden. Dies möchte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in absehbarer Zeit weltweit erreichen. In Skandinavien liegt die Masern-Inzidenz bereits unter 1/100 000 Einwohner. In Finnland ist seit 1996 kein autochthoner Fall mehr aufgetreten [3]. In den USA sind von 1997 bis 2001 jährlich zwischen 86 und 138 Masernfälle beobachtet worden, 24 bis 47 Prozent davon waren "importierte" Fälle, häufig durch Adoptivkinder aus anderen Ländern [4].

Deutschland – vor allem Westdeutschland – ist von solch geringen Fallzahlen noch weit entfernt, regelmäßig treten Ausbrüche auf – wie im vergangenen Jahr in Coburg. Im Jahr 2001 gab es 31 Häufungen mit je fünf oder mehr Fällen, insgesamt wurden 6024 Fälle gemeldet.

Im Bundesdurchschnitt lag die Inzidenz je 100 000 Einwohner bei 7,3. Bayern fiel mit einem Wert von 18,2 besonders negativ auf. Erfreulich ist die geringe Inzidenz in den ostdeutschen Kreisen, die bis auf wenige Ausnahmen bei den angestrebten 1/100 000 Einwohner lag [5].

Am häufigsten erkrankten an Masern die Ein- bis Vierjährigen (ca. 50 je 100 000 Kinder dieser Altersgruppe). Auch bei den Fünf- bis Neunjährigen lag die Inzidenz noch höher als 30 je 100 000. Dies belegt, dass gegen Masern nicht altersgerecht nach STIKO-Empfehlung geimpft wird [5].

Aktueller Masernausbruch in Niedersachsen

Im Kreis Verden und Umgebung in Niedersachsen traten 106 Masernfälle von Anfang Dezember 2002 bis zum 28. Januar 2003 auf. Bis auf vier Fälle waren 1- bis 19-Jährige betroffen. Alle Erkrankten waren ungeimpft. Ursprung des Ausbruchs war ein anthroposophischer Kindergarten und Schulkomplex.

Im Zusammenhang mit diesem Ausbruch erkrankte ein 13-Jähriger, der wegen einer Masern-Enzephalitis stationär behandelt werden musste. Glücklicherweise heilte die Hirnentzündung ohne Komplikationen aus [6].

Jugendliche: Nachholbedarf vor allem im Westen

Jugendliche (vollendetes 9. bis 17. Lebensjahr) sollen nach Empfehlung der STIKO Auffrischungen gegen Tetanus und Diphtherie erhalten. Hier besteht besonders im Westen Nachholbedarf: Während im Osten weiterhin hohe Durchimpfungsraten von 95 Prozent erzielt werden, sind im Westen nur 47 Prozent der 12- bis 17-Jährigen gegen Diphtherie bzw. 46 Prozent gegen Tetanus geimpft [7].

Polio – der Erfolg darf nicht träge machen

Die Auffrischung der Polio-Impfung ist in diesem Alter ebenfalls wichtig, da die STIKO diese Impfung für Erwachsene nicht mehr empfiehlt (es sei denn, es liegen weniger als vier dokumentierte Polio-Impfungen vor, oder es sind Reisen in Polio-Gebiete geplant).

Europa konnte im Juni des vergangenen Jahres als "poliofrei" zertifiziert werden. Trotzdem können jederzeit Viren eingeschleppt werden, sodass die gegenwärtige Durchimpfungsrate von über 90 Prozent gehalten werden muss [8]. Erst wenn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Poliovirus als ausgerottet meldet, könnten die Impfungen eingestellt werden.

Nach Wunsch der WHO soll das Virus bis zum Jahr 2005 vom Erdball verschwinden. Zu Beginn der Polio-Kampagne der WHO, im Jahr 1988, schätzten Experten die Zahl der Poliofälle auf 350 000 in 125 Ländern. Im Jahr 2001 wurden nur noch knapp 500 Fälle aus 18 Ländern gemeldet. 2002 stieg die Zahl wieder auf etwa 1900 weltweit an, davon kamen 1562 aus Indien – Impfprogramme im betroffenen Bundesstaat Uttar Pradesh sollen dem jetzt Einhalt gebieten.

Polioviren wurden im letzten Jahr nur noch in elf weiteren Ländern nachgewiesen, darunter Pakistan, Nigeria und Ägypten [9]. Nord- und Südamerika wurden bereits 1994 als poliofrei zertifiziert. Australien sowie die westpazifische Region folgten im Jahr 2000.

Zweite Impfung gegen Keuchhusten

Auch gegen Pertussis sollten Jugendliche ein weiteres Mal geimpft werden (bzw. die Grundimmunisierung vervollständigt werden). Im Osten sind 87 Prozent der 12- bis 17-Jährigen gegen Keuchhusten geimpft, dagegen nur 27 Prozent im Westen [7].

In den neuen Bundesländern, in denen nach der Wiedervereinigung das Meldesystem beibehalten wurde, waren 77 Prozent der an Pertussis Erkrankten über 15 Jahre alt; etwa 42 Prozent waren älter als 45 [8]. Damit werden Jugendliche und Erwachsene zur größten Ansteckungsquelle für kleine Geschwister bzw. eigener Kinder, für die Pertussis weitaus gefährlicher ist. Außerdem sollten alle Jugendliche zweimal gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft sein sowie eine Grundimmunisierung gegen Hepatitis B besitzen. Fehlende Impfungen sind nachzuholen.

Hepatitis B: Geringe Durchimpfungsraten

Gegen Hepatitis B sind 49 Prozent der ostdeutschen und 45 Prozent der westdeutschen 12- bis 17-Jährigen geimpft [7]. Bereits bei den 15- bis 19-Jährigen fällt jedoch die relativ hohe Ansteckungsrate für Hepatitis B auf. Die höchste Inzidenz zeigen 20- bis 29-jährige Männer (8 Fälle je 100 000 Einwohner dieser Gruppe). Bei den Frauen sind vor allem 20- bis 24-Jährige betroffen (5,4 je 100 000) [5]. Bei der Hepatitis-B-Impfung besteht also deutlicher Handlungsbedarf.

Zusätzlich sollen alle 12- bis 15-Jährigen, die keine Windpocken (Varizellen) gehabt haben, gegen diese Krankheit geimpft werden. Hintergrund für diese Empfehlung ist sowohl die höhere Morbidität bei steigendem Lebensalter als auch die Gefahr von Embryopathien und Infektionen des Neugeborenen, wenn sich Schwangere infizieren.

Erwachsen – die Impflücken wachsen mit

Erwachsenen fehlt häufig die wichtige Auffrischung gegen Tetanus und Diphtherie (s. Abb. 2). Im Mittel treten weniger als 15 Tetanusfälle pro Jahr in Deutschland auf [10]. Diphtherie kommt fast gar nicht mehr vor. Beides ist ein Erfolg der Impfungen.

Wie schnell sich die Situation ändern kann, wenn die Durchimpfung nachlässt, zeigte die Entwicklung in Osteuropa: Nach dem Zusammenbruch der UdSSR und ihres Gesundheitssystems wurde kaum noch geimpft. Anfang der 90er-Jahre begann in Osteuropa eine Diphtherie-Epidemie, die ihren Höhepunkt 1995 mit mindestens 50 000 Erkrankungen und 1500 Toten hatte, vor allem bei jungen Kindern und älteren Menschen. Große Impfaktionen konnten die Epidemie inzwischen eindämmen.

Seit 2002 empfiehlt die STIKO, dass jeder Erwachsene vier Impfungen gegen Poliomyelitis erhalten haben sollte bzw. eine Grundimmunisierung, die nach Herstellerangaben durchgeführt wurde. So sind bei manchen Polioimpfstoffen zwei Dosen für eine Grundimmunisierung ausreichend, meist sind allerdings drei angegeben.

Nicht wenigen Frauen mit Kinderwunsch fehlt ein ausreichender Schutz gegen Röteln und Varizellen. Schätzungsweise fünf bis zehn Prozent der Frauen sind für Röteln [11] und zwei bis sieben Prozent für Windpocken empfänglich (der Anteil liegt bei Immigrantinnen aus den Tropen deutlich höher, da Windpocken dort kaum vorkommen!) [12]. Das wird häufig erst während einer Schwangerschaft festgestellt.

Beide Infektionskrankheiten können Embryopathien verursachen. Pro Jahr werden in Deutschland 50 bis 100 Röteln-Embryopathien vermutet, weltweit sind es schätzungsweise 300 000 [11]. Wie viele Kinder wegen einer Rötelninfektion ihrer Mutter abgetrieben werden, ist unbekannt. Erkrankt die Schwangere um die Geburt an Windpocken, können außerdem lebensgefährliche neonatale Varizellen auftreten, an denen ein Drittel der Neugeborenen stirbt [12].

Gegen beide Erreger gibt es wirksame Impfungen, die allerdings – da es sich um Lebendimpfstoffe handelt – mindestens drei Monate vor einer Schwangerschaft durchgeführt werden müssen.

Lebenserfahrung schützt nicht vor Infektionen

Senioren ab 60 Jahre sind am schlechtesten geschützt. Gerade mal die Hälfte der Ostdeutschen und weniger als 40 Prozent der Westdeutschen über 70 Jahre besitzen einen ausreichenden Impfschutz gegen Tetanus. Bei den 60- bis 70-Jährigen sind es 69 bzw. 48 Prozent (s. Abb. 1).

Zusätzlich zu den Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Poliomyelitis sind für Senioren (sowie bestimmten Risikogruppen) Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken-Infektionen wichtig.

In den letzten Jahren ist die Durchimpfungsrate für Influenza bei Menschen über 60 Jahre auf etwa 50 Prozent gestiegen. Ein Teil der befragten nicht geimpften Personen würde sich impfen lassen, wenn der Hausarzt dies anraten würde [13].

Gegen Pneumokokken-Infektionen ist jedoch nur rund jeder Siebte geimpft, für den die Impfung empfohlen wird [13]. Noch immer sterben bis zu 15 000 Menschen pro Jahr an Influenza und 8000 bis 12 000 an Pneumokokken-Infektionen, vor allem durch Pneumonien. Viele schwere Erkrankungen und Todesfälle könnten vermieden werden, wenn die angebotenen Impfungen besser genutzt würden.

Auch Kranke sollen sich impfen lassen

Gegen das Vorurteil, man müsse kerngesund sein, wenn man sich impfen lässt, stehen viele Empfehlungen der STIKO: Gerade chronisch Kranken werden je nach Vorerkrankung bestimmte zusätzliche Impfungen nahe gelegt.

Beispielsweise schützen Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken-Infektionen besonders anfällige Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen.

Leberkranke sollten sich gegen Hepatitis A und B impfen lassen, wenn ihre Krankheit nicht durch diese Viren ausgelöst wurde.

Bei schwerer Neurodermitis verlaufen exanthematische Infektionen eher kompliziert, daher wird für Menschen mit vorgeschädigter Haut neben der Masern-Mumps-Röteln-Impfung auch die Varizellen-Impfung empfohlen. [1]

Welchen Impfschutz braucht ein Mensch?

Die STIKO gibt jährlich neue Impfempfehlungen heraus. Sie berücksichtigen den aktuellen Stand der Forschung, die epidemiologische Lage (beispielsweise wird seit einigen Jahren die Auffrisch-Impfung gegen Poliomyelitis bei Erwachsenen nur bei bestimmten Auslandsreisen empfohlen) sowie das Angebot an Impfstoffen (beispielsweise die Nutzung von Kombinationsimpfstoffen bei Kindern).

Die Impfempfehlungen der STIKO werden von den Seuchenreferenten der Bundesländer mehr oder weniger gleichlautend übernommen. Damit übernimmt das Land die Haftung für eventuell auftretende Impfschäden. Ob die Krankenkassen eine bestimmte empfohlene Impfung bezahlen, wird zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Krankenkassen ausgehandelt.

Die Nationale Impfwoche

Um die Bevölkerung zu informieren, organisiert und koordiniert das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) die erste Nationale Impfwoche. Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen. Mitträger dieser Aktionswoche sind das Robert Koch-Institut, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – ABDA, die Bundesärztekammer, der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, verschiedene Landesapotheker- und -ärztekammern, Berufsverbände der Ärzte, Landesministerien und viele mehr.

Vom 5. bis 11. Mai werden mithilfe ehrenamtlicher Aktionspartner aus den Bereichen Medizin, Politik und Bildung bundesweit Veranstaltungen und Aktionen zum Thema Impfen stattfinden. Vorträge (zum Beispiel im Rahmen von Elternabenden), Impfpass-Checks, Infostände, Broschüren auslegen, Telefonaktionen mit der regionalen Presse, Unterrichtseinheiten – es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren.

Alle Aktionspartner erhalten regelmäßig per Post Info-Briefe mit Anregungen und Auskünften zum Stand der Vorbereitungen (Materialien, Hilfsmittel und Vernetzungsmöglichkeiten). Zusätzlich gibt es einen Aktionsleitfaden, der Hintergrund und Zielsetzung der Ersten Nationalen Impfwoche erläutert, Vorschläge und Ideen für Aktionen/Veranstaltungen gibt und Kooperationsmöglichkeiten auf lokaler Ebene aufzeigt.

Das DGK unterstützt seine Aktionspartner durch Arbeitsblätter, Checklisten und vielfältiges Material, z.B. Plakate, Prospekte zum Auslegen oder Folien für Vorträge, und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Begleitet werden diese Aktivitäten von einem Sonderzug, dem "Zug fürs Impfen". Dieser wird während der Impfwoche sieben Bahnhöfe ansteuern, wo jeweils ein spezielles Impfthema im Mittelpunkt steht. Dazu gibt es Impfberatungen, Live-Talks mit prominenten Gästen, Gewinnspiele und vieles mehr.

Schutzimpfungen gehören zu den erfolgreichsten Maßnahmen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Poliomyelitis gilt in Deutschland als ausgerottet, Diphtherie und Tetanus treten fast nicht mehr auf. Solche Erfolge lassen sich aber nur fortsetzen, wenn die Bevölkerung weiterhin geimpft wird. Um die Impfmüdigkeit zu überwinden, organisiert das Deutsche Grüne Kreuz zusammen mit vielen Partnern vom 5. bis 11. Mai eine nationale Impfwoche.

Impfungen für Kinder Die STIKO empfiehlt, dass alle Säuglinge beginnend im dritten Lebensmonat, also wenn die Kinder 8 Wochen alt sind, geimpft werden gegen

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib) und
  • Hepatitis B.

Die Impfungen im ersten Lebensjahr sind so geplant, dass sie bei den Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden können.

Zwischen dem 12. und 24. Monat sollen alle Kinder zweimal geimpft werden gegen

  • Masern, Mumps und Röteln.

Mit fünf bis sechs Jahren sind Auffrischimpfungen fällig gegen

  • Tetanus und
  • Diphtherie.

Impfungen für Jugendliche

Die STIKO empfiehlt, dass alle Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren einen vollständigen Impfschutz gegen folgende Krankheiten haben sollten:

  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Diphtherie
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
  • Hepatitis B
  • Masern, Mumps und Röteln
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • evtl. Windpocken (Varizellen, s. u.).

In der Regel sind Auffrischimpfungen notwendig gegen

  • Tetanus,
  • Diphtherie,
  • Keuchhusten und
  • Kinderlähmung.

Falls Grundimmunisierungen gegen diese vier Krankheiten fehlen, müssen diese entsprechend nachgeholt bzw. ergänzt werden. Ebenso sollte eine Grundimmunisierung gegen

  • Hepatitis B

durchgeführt bzw. vervollständigt werden, falls dies noch nicht geschehen ist.

Darüber hinaus empfiehlt die STIKO seit 2001 allen Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren, die keine Windpocken hatten, eine

  • Varizellen-Impfung.

Impfungen für Erwachsene

Laut STIKO sollen alle Erwachsenen einen ausreichenden Impfschutz gegen

  • Tetanus (Wundstarrkrampf) und
  • Diphtherie haben
  • sowie viermal gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) geimpft sein bzw. eine Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis besitzen (Herstellerangaben beachten).

Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie müssen alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Bei stärkeren Verletzungen wird die Tetanusimpfung wiederholt, wenn die letzte Impfung länger als fünf Jahre zurückliegt.

Die Polio-Impfung muss nur wiederholt werden, wenn Reisen in Polio-Endemiegebiete geplant sind.

Senioren (ab 60 Jahre) sollten zusätzlich Impfungen erhalten gegen:

  • Influenza (jährlich) und
  • Pneumokokken-Infektionen (alle sechs Jahre).

Vom 5. bis 11. Mai Um den Impfgedanken in Deutschland stärker zu verbreiten, organisiert das Deutsche Grüne Kreuz zusammen mit vielen offiziellen Trägern und Aktionspartnern eine nationale Impfwoche vom 5. bis 11. Mai. Diese Aktion wird unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums stehen.

Informationen Allgemeine Informationen: www.nationale-impfwoche.de.

Informationen und Anmeldebogen für Aktionspartner: Deutsches Grünes Kreuz e. V. Schuhmarkt 4, 35037 Marburg Tel. (0 64 21) 29 30 Fax (0 64 21) 29 37 86 E-Mail: impfwoche@kilian.de www.dgk.de/daten/any/dgk/Erste-Nationale- Impfwoche/Anmeldebogen_Aktionspartner_ e-book.pdf

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