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Niedersachsen: Arzneiausgaben plus fünf Prozent

Bonn (im). Die Ausgaben für ärztlich verordnete Arzneimittel sind in Niedersachsen in 2002 um rund fünf Prozent auf 1,89 Milliarden Euro gestiegen. Zuzüglich der Zuzahlungen der Patienten von rund 141,8 Millionen sowie des Apothekenzwangsrabatts von 118,6 Millionen ergab sich ein Bruttowert der abgegebenen Arzneimittel von 2,15 Milliarden Euro, teilte Heinz-Günter Wolf vom Apothekerverband Niedersachsen am 3. Januar in Hannover mit.

Der Rohertrag der Offizinen habe dagegen nur um 2,5 Prozent zugenommen, was sich durch die Inflationsrate von 1,3 Prozent sowie gestiegene Betriebsausgaben weiter relativiere. Während die Rezeptzahl in 2001 noch um 1,9 Prozent gestiegen war, sank sie im abgelaufenen Jahr um rund ein Prozent auf 48,4 Millionen Verordnungen, so die Zahlen des Norddeutschen Rechenzentrums im Zeitraum Januar bis November, hochgerechnet auf das Gesamtjahr. Der durchschnittliche Bruttowert der Rezepte sei um fast neun Prozent auf 44,30 Euro angestiegen.

In 2002 war fast jedes zweite Rezept von Zuzahlungen befreit (48,7 Prozent). 75 Prozent der Verordnungen entfielen auf Generika. Die Importquote lag bei 8,94 Prozent und somit in 2002 bereits über der seit Beginn dieses Jahres geltenden Quote von sieben Prozent.

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