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Orthophenole: Mit Vollkorn gegen den Krebs

Vollkorn ist besser als die geschälte Variante Ų nicht nur wegen der Ballaststoffe, sondern vor allem wegen der in der Schale enthaltenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe. Diese besitzen antioxidatives Potenzial und könnten somit zum Schutz vor der Entstehung von freien Radikalen und in der Folge von Krebs beitragen.

Zu den in Weizen enthaltenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen zählen unter anderem die Orthophenole. Deren antioxidatives Potenzial untersuchten vor kurzem Biochemiker von der Kansas State Universität.

Über einen Zeitraum von sechs Monaten fütterten sie Mäuse mit einer Orthophenol-reichen oder einer Orthophenol-armen Diät. Diejenigen Tiere, die die Pflanzeninhaltsstoffe in großen Mengen verabreicht bekamen, zeigten eine deutlich niedrigere Krebsneigung als die Tiere, die nur wenig Orthophenole erhielten. Darüber hinaus konnten mit der Orthophenol-reichen Nahrung sogar bestehende Tumore in ihrem Wachstum gebremst werden.

Laut den Studiendurchführenden zeigt dies, welch hohen Stellenwert Vollkornprodukte in der Ernährung haben. Neben Krebs haben sie wahrscheinlich auch bei anderen Krankheitsbildern einen Benefit.

Derzeit untersuchen die Wissenschaftler den Effekt ihrer Orthophenol-reichen Diät in einem Tiermodell für Diabetes. Sie hoffen, durch die Zufuhr der Orthophenole die Folgeerkrankungen von Diabetes reduzieren zu können. Parallel zu dieser Studie arbeiten sie an einer neuen Weizenvariante, die besonders Orthophenol-reich ist. ral

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