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Fibrate: Sollten mit B-Vitaminen kombiniert werden

Ein wichtiger Ansatz zur Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall ist die Reduktion erhöhter Lipidwerte im Blut. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Fibrate. Diese haben jedoch einen unerwünschten Nebeneffekt: Sie erhöhen den Homocysteinspiegel. Laut einer in der Fachzeitschrift Atherosclerosis veröffentlichten Studie sollten sie daher mit B-Vitaminen kombiniert werden.

In einer Cross-over-Studie wurden Patienten mit Hyperlipidämie in randomisierter Reihenfolge je sechs Wochen mit Fenofibrat und einem B-Vitaminpräparat (650 Mikrogramm Folsäure, 50 Mikrogramm Vitamin B12 und 5 mg Vitamin B6) bzw. Fenofibrat und einem Plazebo behandelt, getrennt durch eine Auswaschphase von acht Wochen. In der Therapiephase, in der das Plazebo verabreicht wurde, stieg bei den Studienteilnehmern bedingt durch die Behandlung mit Fenofibrat der Homocysteinspiegel im Blut um rund 44 Prozent, in der Phase mit dem B-Komplex dagegen nur um 13 Prozent an. Nach Ansicht der Studiendurchführenden sollten daher Patienten mit Fibratmedikation routinemäßig auch ein B-Vitaminpräparat verordnet bekommen.

Quelle: Atherosclerosis Vol. 158, Nr. 1, S. 161 - 164

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