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Studienabbruchstudie: Pharmaziestudenten halten durch

BERLIN (ks). Jeder vierte Studierende in Deutschland bricht sein Studium vorzeitig ab. Während die Abbruchquote bei den Sozialwissenschaftern mit 42 Prozent am höchsten liegt, zeigen sich die Pharmazeuten als relativ beständige Studierende: Nur 17 Prozent von ihnen geben vor dem Abschluss auf, sieben Prozent wechseln in ein anderes Studienfach Ų im Gegenzug kommen 18 Prozent aus anderen Fachbereichen zugewandert.

Die Zahlen entstammen der "Studienabbruchstudie 2002", die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstellt und am 22. Juli in Berlin vorgestellt wurde.

Die moderate Schwundquote von 24 Prozent beim Pharmaziestudium erklären die Autoren der Studie damit, dass hier die Motivation durch starkes Fachinteresse und Leistungsbereitschaft gekennzeichnet sei. Das Pharmaziestudium steht in Sachen Studentenschwund bei allen untersuchten universitären Studienfächern an zweitletzter Stelle. Diese Quote ist nur bei den Medizinern geringer: Hier sind es lediglich 12 Prozent der Studienanfänger, die nicht bis zum Ende durchhalten.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, hat die Hochschulen angesichts der hohen Abbrecherzahlen zu einer Reform ihrer Studiengänge und einer besseren Betreuung der Studierenden aufgefordert. "Wenn jeder vierte Studierende keinen Abschluss erreicht, ist das nicht nur eine Verschwendung von Ressourcen, sondern bedeutet auch ein hohes Maß vermeidbarer Enttäuschungen für die Betroffenen", so Bulmahn. Die Hochschulen müssten ihre Angebote überprüfen und die Studierenden besser informieren.

Jeder vierte Studierende in Deutschland bricht sein Studium vorzeitig ab. Während die Abbruchquote bei den Sozialwissenschaftlern mit 42 Prozent am höchsten liegt, zeigen sich die Pharmazeuten als relativ beständige Studierende: Nur 17 Prozent von ihnen geben vor dem Abschluss auf.

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