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Mineralwasser: Zusammen mit einer Mahlzeit besonders zu empfehlen

Mineralwasser ist eine gute Quelle für Magnesium. Ob der Körper genügend von dem Mineral daraus aufnehmen kann, hängt laut einer in der Fachzeitschrift "American Journal of Clinical Nutrition" veröffentlichten Studie nicht nur von der Menge des konsumierten Mineralwassers und dessen Magnesiumgehalt ab, sondern auch davon, ob das Wasser alleine oder zusammen mit einer Mahlzeit getrunken wird.

Magnesium ist ein lebenswichtiges Mineral. Es ist für den gesunden Knochenaufbau essenziell, gleiches gilt für gesunde Zähne. Magnesium ist an rund 300 Enzymreaktionen beteiligt und spielt unter anderem eine wichtige Rolle im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten sowie bei der Zellteilung. Das Mineral hat eine Schlüsselrolle bei der Funktion von Herz und Kreislauf, weiterhin ist es an der Zusammenarbeit von Muskel- und Nervenzellen beteiligt und damit für das gesamte Nervensystem wichtig. Der tägliche Bedarf an Magnesium liegt für Erwachsene bei 350 bis 400 mg.

Bisher ging man davon aus, dass ein Mangel an Magnesium selten vorkommt. Allerdings weisen einige Untersuchungen darauf hin, dass eine Unterversorgung mit Magnesium oder gar ein Mangel oft nicht entdeckt werden, denn aus Kostengründen werden Magnesiumspiegel nur selten gemessen. Über die Nahrung wird Magnesium hauptsächlich aus Brot, Reis, Teigwaren, Hülsenfrüchten, Nüssen, Tee und Kakao aufgenommen. Auch Fisch, Dörrobst und Käse können Magnesiumlieferanten sein. Obst und Gemüse sind dagegen eher Magnesium-arm, da unsere Böden durch die starke Kaliumdüngung nur noch wenig Magnesium enthalten. Ein Teil des in Lebensmitteln vorhandenen Magnesiums geht beim Kochen in Wasser verloren.

Eine gute Magnesiumquelle ist Mineralwasser. Ein Liter (einer Sorte mit hohem Gehalt an Magnesium) kann etwa ein Drittel des täglichen Bedarfs decken. Doch nicht nur die Menge des getrunkenen Wassers ist entscheidend. Ebenso wichtig ist die Frage, wie viel der Körper von dem Mineral daraus aufnimmt. Ein Forscherteam aus Lausanne hat den Zusammenhang zwischen Mineralwasserkonsum und Magnesiumaufnahme nun näher untersucht. Sie gaben zehn jungen gesunden Frauen Mineralwasser zu trinken, teils alleine, teils zusammen mit einer leichten Mahlzeit. Anschließend wurden im Labor Blut, Urin und Stuhl der Studienteilnehmerinnen untersucht.

Ergebnis: Nur etwa die Hälfte des Magnesiums aus dem Wasser wurde tatsächlich genutzt, wenn das Wasser ohne Mahlzeit getrunken wurde, der Rest verließ den Darm ungenutzt. Wurde das Wasser zusammen mit einer Mahlzeit konsumiert, verbesserte sich die Magnesiumresorption um rund 15 Prozent. Teilweise führen die Wissenschaftler dies darauf zurück, dass feste Nahrung den Darm stärker beschäftigt, wodurch auch das Wasser länger im Darm bleibt. Teilweise können bestimmte Bestandteile der Nahrung die Aufnahme des Magnesiums verbessern. So ist bekannt, dass die Aufnahme von Magnesium durch Calcium gesteigert wird. azpd/ral

Quelle: American Journal of Clinical Nutrition 2002, Vol. 75, S. 65

Mineralwasser ist eine gute Quelle für Magnesium. Ob der Körper aber genügend von dem Mineral daraus aufnehmen kann, hängt laut einer in der Fachzeitschrift "American Journal of Clinical Nutrition" veröffentlichten Studie nicht nur von der Menge des konsumierten Mineralwassers und dessen Magnesiumgehalt ab, sondern auch davon, ob das Wasser alleine oder zusammen mit einer Mahlzeit getrunken wird. 

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