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DAV-Software: Computergestützte Homöopathie-Beratung für die Apotheke

Das von den Apothekern Helmut Krämer und dem im Jahr 2001 verstorbenen Tomas Laubinger entwickelte Homöopathie-Beratungsprogramm liegt nun in der Version 6.0 vor. Anlässlich des Erscheinens der neuen Programmversion wollen wir Ihnen an dieser Stelle Möglichkeiten aufzeigen, wie die Apotheke mithilfe einer computergestützten Homöopathie-Beratung als "Marke" in das Bewusstsein der Bevölkerung eingeprägt werden kann. Helmut Krämer erhielt im Jahr 2000 den Apotheken-Marketingpreis unter anderem für sein "Shop-in-Shop Konzept Homöopathie" in der Löwen-Apotheke Mannheim.

Was kann das Programm?

Das Homöopathie-Beratungsprogramm erlaubt Zugriffe auf

  • ca. 2000 homöopathische Einzelmittel über Name, Synonym, deutsche Bezeichnung (davon 1300 mit Angabe der Indikationen)
  • umfassende Fachtexte und Kundeninformationen für die 300 gebräuchlichsten Einzelmittel mit Arzneimittelprofil und Krankheitsbild
  • ca. 200 Krankheitsbilder, die über Leitsymptome und Modalitäten zu der entsprechenden Einzelmittelauswahl ("Trefferliste") führen
  • die Komplexmittel u. a. der Firmen Cosmochema, DHU (Pentarkane), Heel, Hevert, Madaus (Oligoplexe) und Pascoe
  • anthroposophische Arzneimittel (mit Dosierrichtlinien, Inhaltsstoffen und Indikationen)
  • Suche in den Komplexmitteln und anthroposophischen Medikamenten nach Inhaltsstoffen oder anderen Stichworten
  • Heilkräuter-Tee-Empfehlungen
  • naturheilkundliche Maßnahmen
  • biochemische Mittel
  • ein homöopathisches Lexikon
  • Vorschläge für homöopathische Haus- und Reiseapotheken
  • Vorschläge für eine kleine und eine große Basisausstattung der Apotheke
  • eine Vielzahl von Ausdrucken (vor allem individuelle Patienteninformationsblätter für die Einzelmittel).

Neu: Umfangreiche Datei der Komplexmittel

Ein Highlight des Programms ist die Suche nach Einzelmitteln über die Eingabe des Krankheitsbilds und mehrerer Leitsymptome. Das Ergebnis einer solchen kombinierten Suche, die bei der Recherche in Büchern und Verzeichnissen viel Zeit beanspruchen würde, erscheint in Sekundenbruchteilen auf dem Bildschirm. Von dieser Trefferliste der Einzelmittel mit bewährten Indikationen kann man wie auf einer Drehscheibe hin- und herklicken, andere Einzelmittel, Komplexmittel, anthroposophische Präparate oder Naturheilmittel aufrufen, Biochemie und begleitende Maßnahmen einblenden sowie die Lieferbarkeit, Pharmazentralnummern und Preise der Einzelmittel nachschlagen.

Neu in der Version 6.0 ist die Integration einer umfangreichen Datei der Komplexmittel, in der man sowohl über den Namen des Medikaments als auch über Inhaltsstoffe und Indikation suchen kann. Ebenfalls neu ist die Datei "Anthroposophie" der Weleda- und Wala-Produkte, in der man ebenfalls über den Medikamentennamen, die Inhaltsstoffe, die Indikationen oder andere Begriffe suchen kann.

Wichtige Kundenbindungsmaßnahmen sind die Ausdrucke

Die Ausdrucke, die man mithilfe des Programms erstellen kann, sind eine wichtige Kundenbindungsmaßnahme. Sie können bei Einzelmitteln, für die Indikationen im Beipackzettel des Herstellers nicht aufgeführt sein dürfen, dem Kunden nach Abfragen der Leitsymptome mitgegeben werden. Gleiches gilt für alle Informationen über die Komplexmittel, über Biochemie und Anthroposophie. Auch können Vorschläge für eine kleine oder große Haus- und Reiseapotheke ausgedruckt werden. Alle Ausdrucke sind werbewirksam mit Nennung des eigenen Apothekennamens, mit Logo der Apotheke oder deren Briefpapierkopf versehen.

Einbindung in die Warenwirtschaft

Der Apotheke kann durch das Programm sowohl eine kleine Grundausstattung (ca. 40 Einzelmittel zumeist als Globuli) als auch eine große Grundausstattung (ca. 100 Einzelmittel) vorgeschlagen werden. Hat man sich für eine der Grundausstattungen entschlossen, kann man umgehend das Lagerkennzeichen in das Programm übernehmen, sodass ab dann erkannt wird, welches Mittel vorrätig ist.

Entstehungsgeschichte des Beratungsprogramms

Helmut Krämer hatte sich Anfang 1985 das Ziel gesetzt, die Leistungsfähigkeit seiner Löwen-Apotheke in Mannheim auf dem Gebiet der Naturheilkunde und besonders der Homöopathie auf breiter Ebene zu verbessern und sich somit einen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten. Um dies zu erreichen, wollte er sein Warenwirtschaftsprogramm um eine Software zur Homöopathie-Beratung erweitern. Eine derartige Software existierte allerdings noch nicht, Herr Krämer entschloss sich daher, zusammen mit Tomas Laubinger, Apotheker und leidenschaftlicher Hobby-Programmierer, selbst ein Programm zu entwickeln. Die erste Version davon stellten sie 1987 auf den "Frankfurter Wirtschaftstagen" vor.

Inzwischen wird das Homöopathie-Beratungsprogramm in über 1000 deutschen und österreichischen Apotheken genutzt. Viele verwenden es "nur passiv" – als unverzichtbare Datenbank. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen nutzen es aber auch ganz konsequent und offensiv als Profilierungsinstrument, wie es ursprünglich für die Löwen-Apotheke entwickelt wurde. In diesen progressiven Apotheken wird das Programm zur "Chefsache". Diese Homöopathie-Apotheken setzen auf ein Personal mit positiver Einstellung zur Homöopathie, nutzen den Computer als zweites Gedächtnis und als Beratungshilfe, verfügen über ein Basissortiment, zeigen dieses und werben für ihr Marketingkonzept in Schaufenstern, Internet und Drucksachen.

Profilierung und Umsatzsteigerung dank Computereinsatz

Zum Zeitpunkt der Programm-Entwicklung waren Computer – anders als heute – nicht sichtbar in den Alltag integriert. Noch nicht einmal in Banken oder Reisebüros waren Computer-Bildschirme für die Kunden zu sehen. Herr Krämer wagte es dennoch, in seiner Apotheke einen Computer-Arbeitsplatz offen auf den Handverkaufstisch zu platzieren und dort die Homöopathie-Beratung durchzuführen. Der Erfolg gab ihm Recht.

Die anfänglichen Bedenken, dass gerade die homöopathisch orientierten Kunden dem Computer misstrauisch gegenüberstehen könnten, erwiesen sich als unbegründet. Inzwischen steuern die Kunden, die eine Homöopathie-Beratung wünschen, ganz zielstrebig auf diesen Computer-Beratungsplatz zu. Fast jede Beratung führt nun zum Erfolg und – was noch wichtiger ist – zu Nachkäufen homöopathischer oder naturheilkundlicher Präparate und zu einer Festigung der Kundenbindung.

Geschultes Personal ist eine wichtige Voraussetzung

Das Homöopathie-Beratungsprogramm bildet eine wichtige Komponente bei der Profilierung zur Homöopathie-Beratung. Damit alleine ist es jedoch nicht getan. Die Ausbildung und innere Einstellung des Personals bleibt nach wie vor die wichtigste Voraussetzung, um Schwellenängste abzubauen und in der Homöopathie-Beratung sicher und kompetent aufzutreten. Ohne diese Grundlagen kann auch das inzwischen weiter ausgebaute Beratungsprogramm nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Wer sich mit seiner Apotheke im Bereich Homöopathie profilieren möchte, sollte daher darauf achten, dass seine Mitarbeiter der Homöopathie positiv gegenüberstehen und auch den Umgang mit homöopathisch interessierten Kunden beherrschen. In der Löwen-Apotheke Mannheim steht der Kunde bei der Homöopathie-Computerberatung neben dem Mitarbeiter und schaut zusammen mit ihm auf den Bildschirm. Er erlebt die Auffindung "seines" individuellen homöopathischen Medikaments "live" mit und kann sich damit dann auch identifizieren.

Das Sortiment muss ausgebaut werden

Zur Ergänzung des Computerprogramms muss natürlich das Sortiment ausgebaut und gepflegt werden. Es wirkt peinlich, wenn ein Mittel, das auf elegante Weise sehr schnell per Computer gefunden wird, anschließend umständlich bestellt werden muss. Ebenfalls sollte die Gestaltung der Apotheke an die Spezialisierung zur Homöopathie angepasst werden. In der Löwen-Apotheke wurde das homöopathische Sortiment z. B. in die Sichtwahl aufgenommen und nicht – wie sonst üblich – in Schubladen versteckt. Der Kunde registriert durch eine derartige Sichtwahl: "Diese Apotheke führt homöopathische Medikamente und kennt sich auf diesem Gebiet gut aus."

Bücher und Broschüren als Ergänzung zur Beratung

Begleitend hierzu können Kundenhandzettel zu homöopathischen Mitteln und Heilkräutern zum Einlegen in die Kundenzeitung erstellt sowie Broschüren der Industrie bei sich bietender Gelegenheit mitgegeben werden. Auch Laien-Literatur zum Thema Homöopathie sollte in einer Homöopathie-Apotheke im Angebot stehen. Das wichtigste Werbemedium, um auf die Homöopathie-Abteilung aufmerksam zu machen, ist laut Herrn Krämer das Schaufenster. Es sollte entsprechend der Spezialisierung gestaltet und häufig aktualisiert werden. hk/ral

Bezugshinweis

Das Homöopathie-Beratungsprogramm kann bezogen werden beim Deutschen Apotheker Verlag Postfach 10 10 61 70009 Stuttgart Tel.: (07 11) 25 82-3 47 Freecall: (0800) 2990 000 Fax: (07 11) 25 82-2 90 E-Mail: service@deutscher-apotheker-verlag.de Internet: www.deutscher-apotheker-verlag.de

Preis: Homöopathie-Beratungsprogramm (Krämer/Laubinger) 299,– Euro zzgl. MwSt. Updates zur Fortsetzung (werden automatisch zugesendet) Vollversion kostenlos zum Testen (30 Programmstarts)

Systemvoraussetzungen: PC, IBM-PC oder kompatibel mit CD-ROM-Laufwerk System ab Windows 95x

Das von den Apothekern Helmut Krämer und dem im Jahr 2001 verstorbenen Tomas Laubinger entwickelte Homöopathie-Beratungsprogramm liegt nun in der Version 6.0 vor. Anlässlich des Erscheinens der neuen Programmversion wollen wir Ihnen in dieser Ausgabe Möglichkeiten aufzeigen, wie die Apotheke mithilfe einer computergestützten Homöopathie-Beratung als "Marke" in das Bewusstsein der Bevölkerung eingeprägt werden kann. 

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