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Stammzellen: Größere Ausbeute dank neuer Technik

Stammzellen versprechen bei einer Vielzahl schwerster Erkrankungen Hilfe und sind daher für die medizinische Forschung von besonderem Interesse. Derzeit können Stammzellen allerdings nur in kleinen Mengen kultiviert werden. Zu mehr Forschungsmaterial soll eine neue Technik verhelfen, die nun an der Universität Toronto entwickelt wurde.

Wie Peter Zandstra vom Institute of Biomaterials and Biomedical Engineering in einer Veröffentlichung schreibt, basiert die Technologie auf dem Einsatz von Bioreaktoren. In diesen werden die Stammzellen in Lösung kultiviert. Um während des Wachstums ein Aneinanderlagern der Zellen zu verhindern, schließt Zandstra sie in Polysaccharid-Kapseln ein, die sich mit der Zeit von selbst wieder abbauen.

Er erhält dadurch nicht nur größere Zellzahlen, sondern auch besser differenzierbare Zellen. Bislang wurde die Methode zwar nur an Mauszellen erprobt, Zandstra ist jedoch davon überzeugt, dass sie auch bei menschlichen Stammzellen funktioniert. ral

Quelle: Biotechnology and Bioengineering 2002, Vol. 78, Nr. 4, S. 442 – 453

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