Prisma

Gentest zur Früherkennung von Darmkrebs

Mit Hilfe eines Gentests will ein internationales Forscherteam die Früherkennung von Dickdarmkrebs verbessern. Laut einer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine" zeichnet sich der Test dadurch aus, dass er nichtinvasiv ist und kaum falschpositive Ergebnisse liefert.

Einem internationalen Team von Genforschern ist es gelungen, im Stuhl von Patienten Spuren von Darmkrebszellen nachzuweisen. In ihnen ist ein bestimmtes Gen verändert, das im Labor als Mutation identifiziert werden kann. Die größte Stärke des neuen Tests liegt laut den Entwicklern darin, dass er kaum falschpositive Resultate liefert: Bei keinem einzigen von bislang 28 getesteten Personen ohne Darmkrebs hat er angesprochen.

Auf der anderen Seite lässt seine Empfindlichkeit noch zu wünschen übrig: Nur gerade bei jedem zweiten Krebspatienten hat er den Krebs im Darm entdeckt. Der neue Test ist also noch lange nicht reif für die Praxis. Dazu müsste auch das noch sehr komplizierte Identifikations-Verfahren vereinfacht werden. Doch die ersten Erfolge lassen hoffen, dass die Methode Zukunft hat. azpd

Quelle: New England Journal of Medicine 2002, Vol. 346, Nr. 5, S. 311 – 320

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