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Elektronische Gesundheitskarte: Schleswig-Holstein startet Modellprojekt

Flensburg/Berlin (ks). Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, auf der z. B. auch Informationen über Arzneimittel, etwaige Allergien oder chronische Krankheiten eines Patienten gespeichert werden können, ist eines der wichtigsten Projekte des Bundesgesundheitsministeriums. Ministerin Ulla Schmidt verspricht sich von einer solchen Chipkarte eine verbesserte Versorgungsqualität und mehr Wirtschaftlichkeit. In Flensburg ist nun ein Modellprojekt angelaufen.

Am 21. August präsentierte die schleswig-holsteinische Gesundheitsministerin Heide Moser (SPD) gemeinsam mit Schmidt in Flensburg das Projekt "Gesundheitskarte Schleswig-Holstein". Im Pilotprojekt soll die Karte in 15 Arztpraxen und zwei Kliniken eingesetzt werden. Die Teilnahme erfolge auf ausschließlich freiwilliger Basis, erklärte Moser, die Patienten blieben jederzeit "Herr" ihrer Daten.

Die norddeutsche Modellkarte enthält neben den üblichen Versichertenangaben wichtige Notfalldaten wie Blutgruppe, Allergien, Implantate und Impfungen. Auch Hinweisfunktionen und Zugriffsschlüssel für das elektronische Rezept und den Arzneimittelpass sind auf der Karte angelegt. In einem nächsten Schritt sollen auch Apotheken in das Projekt einbezogen werden.

Schmidt will die elektronische Gesundheitskarte in der nächsten Legislaturperiode bundesweit einführen. Die Erfahrungen mit dem schleswig-holsteinischen Projekt sollen Aufschluss über die Sicherheit und Praktikabilität der Karte geben. Beide Ministerinnen sehen mit der Chipkarte die Patientenrechte gestärkt und fürchten keinen "gläsernen Patienten".

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