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Trockene Nasenschleimhaut: Sesamöl als Alternative zur Salzlösung

Mittel der Wahl bei trockener Nasenschleimhaut ist eine isotonische Kochsalzlösung. Noch besser als diese soll laut schwedischen Wissenschaftlern reines Sesamöl wirken. Wie sie in der Fachzeitschrift "Archives of Otolaryngology" schreiben, verhilft das Öl nicht nur zu Feuchtigkeit, sondern löst auch verstopfte oder verkrustete Nasen.

Trockene Schleimhäute machen vor allem im Winter vielen Menschen Probleme, wenn eine geringe Luftfeuchtigkeit außen und trockene Heizungsluft innen die Nase belasten. Die Folgen sind Verkrustungen, das Gefühl, keine Luft zu bekommen sowie Jucken und Brennen in der Nase. Mit Kochsalzlösung kann man die Beschwerden lindern, die Behandlung wirkt jedoch nicht immer zufriedenstellend. Eine verträgliche Alternative könnte Sesamöl sein.

In einer randomisierten Studie untersuchten Wissenschaftler von der Universität Göteborg, ob Sesamöl bei Problemen der Nasenschleimhaut ebenso gut geeignet ist wie die Kochsalzlösung. 79 Patienten mit trockener Nasenschleimhaut nahmen an der Studie teil. Eine Hälfte der Studienteilnehmer erhielt über einen Zeitraum von 14 Tagen ein Spray mit reinem Sesamöl, die andere Hälfte behandelte ihre Nasen mit Kochsalzlösung. Ergebnis: Beide Behandlungsmethoden waren erfolgreich, allerdings erwies sich das Sesamöl der Kochsalzlösung als überlegen. Während unter Kochsalzbehandlung nur drei von zehn Probanden eine deutliche Besserung ihrer Nasensym-ptome spürten, waren es in der Sesamölgruppe acht von zehn.

Sesamöl eignet sich somit gut zur Behandlung von trockenen Nasenschleimhäuten und könnte vor allem bei Patienten, bei denen eine Kochsalzbehandlung keine ausreichende Wirkung zeigt, einen Versuch wert sein. Ein sesamhaltiges Nasenspray, wie das in der Studie verwendete Produkt, das in Schweden unter dem Handelsnamen Nozoil erhältlich ist, gibt es in Deutschland bislang allerdings noch nicht. In einer Nasensalbe wird Sesamöl dagegen auch hierzulande bereits eingesetzt (weiche Nasensalbe nach Dr. Bader). ral

Quelle: Archives of Otolaryngology 2001, Vol. 127, Nr. 11, S. 1353 - 1356

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