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HPV: Ein Nasenspray zur Prävention

Ein Nasenspray, das einen Impfstoff gegen humane Papillomaviren enthält, könnte Frauen möglicherweise vor Infektionen mit den Viren und in der Folge vor der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs schützen. Im Tierversuch hat sich das Spray bereits als wirksam erwiesen.

Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste Krebsart bei Frauen, jedes Jahr erkranken etwa 450 000 daran. Der Krebs selbst sowie präkanzeröse Veränderungen am Gebärmutterhals werden mit dem humanen Papillomavirus (HPV) assoziiert. In sechs von zehn Fällen sind diese Viren der Auslöser für das Krebsleiden. Bei ein bis vier Prozent der weiblichen Bevölkerung lassen sich präkanzerogene Veränderungen am Gebärmutterhals nachweisen.

Die übliche Behandlung ist ein chirurgischer Eingriff. Dieser kann jedoch zu Störungen bei späteren Schwangerschaften führen. Mit der Entwicklung einer HPV-Impfung will man daher eine Präventionsmaßnahme schaffen, die Operationen künftig überflüssig machen soll. Am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg wird derzeit ein potenzieller Impfstoff erforscht. Er wird in Form eines Nasensprays verabreicht und hat in einem Versuch mit Mäusen bereits zeigen können, dass er eine Infektion mit humanen Papillomaviren verhindern kann. Auch erste klinische Versuche sind vielversprechend. Sollten sie weiterhin erfolgreich verlaufen, könnte das Nasenspray in rund fünf Jahren auf den Markt kommen.

Quelle: www.pressetext.de

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