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Pharmaziestudierende erzielen große Erfolge auf dem Deutschen Apothekertag

MÜNCHEN (bphd). Die Expopharm und der deutsche Apothekertag waren für den Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland e.V. (BPhD) auch in diesem Jahr wieder ein wichtiges Ereignis. Der Zuspruch am Stand B-13 in der Halle C-3 war sehr positiv. Die Online-PJ-Börse (im Internet unter www.bphd.de) wurde recht häufig frequentiert, sodass dort zahlreiche neue Einträge zu vermerken sind. Interessant fanden die Besucher auch die Bilder der Institute, wobei gerade die Damen und Herren älteren Semesters ihre ehemaligen Ausbildungsstätten kaum wieder erkennen konnten.

Am BPhD-Stand waren durchschnittlich vier Studenten des zehnköpfigen Teams zu finden. Der Hauptversammlung der Deutschen Apotheker und Apothekerinnen folgten zwei Vorstandsmitglieder, die dort zeitweise eifrigst auf der Suche nach Delegierten waren, welche die Ad-hoc-Anträge noch unterstützen resp. einbringen sollten. Eigentlich hätten die schon früher gestellt werden sollen; es waren nur leider einige Verfahrensfragen bis zum Donnerstag Abend noch nicht geklärt.

Qualitätsstandards in der Ausbildung gefordert

Von den vielen Delegierten, die uns unterstützen, sei an dieser Stelle im Namen der gesamten Pharmaziestudentenschaft Deutschlands besonders Frau Karin Wahl (Präsidentin der LAK Baden-Württemberg) und Herrn Dr. Schmall (Präsident der LAK Rheinland-Pfalz) ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Ohne ihre Hilfe wäre es für uns sicher schwerer, wenn nicht unmöglich gewesen, unsere Anliegen an die ABDA in der Hauptversammlung der Deutschen Apotheker und Apothekerinnen zu heranzutragen.

Die drei gestellten Anträge hatten folgenden Inhalt: 1. Einführung deutschlandweit gültiger Qualitätsstandards in der Ausbildung für Studenten im praktischen Jahr, an deren Erarbeitung der BPhD mitarbeiten soll. 2. Die ABDA sollte sich dafür einsetzen, dass künftig der Erwerbs einer Zusatzqualifikation für Pharmaziestudenten an allen pharmazeutischen Instituten möglich sein soll: Das Schreiben einer Diplomarbeit in Pharmazie ist zur Zeit nur in wenigen pharmazeutischen Instituten möglich. 3. Einsetzen für eine Erhöhung des Curricularnormwertes (CNW) für das Fach Pharmazie. Es sollte sich dabei an der Höhe fachverwandter Studiengänge wie der Chemie orientiert werden. Der erste Antrag wurde fast einstimmig von den Delegierten angenommen. Die anderen beiden Anträge wurden in Ausschüsse verwiesen, jedoch nicht abgelehnt.

Am Samstag nahmen noch vier Mitglieder des BPhD am Symposium "Apotheker Quo Vadis" teil und diskutierten dort redlich mit. Eine eindeutig positive Zukunft des Apothekerberufes stand dort für niemanden in Frage, die Ausrichtung des Berufes war dafür umso mehr umstritten. Die Zukunft lässt sich eben auch von Apothekern nicht einsehen.

Der BPhD ist bekannter geworden

Die Abende verbrachte das BPhD-Messeteam mit vielen und sehr langen Diskussionen, da man sich auf die wichtigsten Anträge einigen musste. Außer Frage stand dabei, dass eine Ausbildungsrichtlinie am wichtigsten war. Aus einer Vielzahl von verschiedenen Anliegen wurden bald die wichtigsten Themen herausgefunden. Mit der Ausformulierung waren alle erst tief in der Nacht nach langem Herumfeilen zufrieden. Da keiner der Anträge endgültig abgelehnt wurde, hatten wir augenscheinlich zumindest die richtigen Worte finden können. Es wurde aber nicht nur diskutiert, auch das bajuwarische Abendleben wurde untersucht, wobei das einzige Nordlicht sogar das eine oder andere Becks Bier genießen konnte. So blieb er vom ortstypischen Dünnbier verschont.

Alle Beteiligten empfanden das verlängerte Wochenende als großen Erfolg, wobei die Steigerung des Bekanntheitsgrades des BPhD für uns eines der wichtigsten Ziele war. Dieses Ziel haben wir aber neben einigen anderen auf jeden Fall erreicht.

Mehr darüber wird auf der nächsten Bundesverbandstagung, die am 3. und 4. November in Leipzig stattfindet, den dort anwesenden Vertretern der Fachschaften Pharmazie berichtet werden.

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