Prisma

Osteoporose: Kräftig zittern stärkt die Knochen

Zittern scheint ein Geheimtipp zur Prävention von Osteoporose zu sein. Amerikanische Wissenschaftler konnten mit diesem Mittel bei Schafen die Knochendichte deutlich erhöhen.

Wie sie in der Fachzeitschrift "Nature" schreiben, behandelten sie die Hinterläufe von erwachsenen Schafen täglich 20 Minuten lang mit einem Vibrationsgerät, das leichte, aber hochfrequente Schwingungen auf die Tiere übertrug. Das erzwungene Zittern zeigte bei den Tieren messbare Erfolge: Nach einen Jahr war die Knochendichte um ein Drittel höher als bei unbehandelten Tieren. Außerdem hatten sich ihre Knochenbälkchen (Trabekel) vermehrt, was die Stabilität der Knochen zusätzlich erhöhte. Untersuchungen des Gewebes wiesen ebenfalls auf eine höhere Knochenqualität hin.

Die Methode ist einfach, vergleichsweise kostengünstig und für den Patienten nicht schmerzhaft, sondern eher angenehm. Sollte sich der bei Schafen gezeigte Effekt auch auf den Menschen übertragen lassen, sehen die Studiendurchführenden das gezielte Zittern daher als gute Ergänzung, wenn nicht sogar Alternative zu den bisher eingesetzten Maßnahmen bei Osteoporose an. ral

Quelle: Nature 2001, Vol. 412, Nr. 6847, S. 603 - 604

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