Prisma

Lyme-Borreliose aus dem Garten

Nach einer Studie unter Beteiligung des Robert Koch-Instituts scheint der direkte Kontakt mit Büschen im Garten - vor allem, wenn dieser in Waldnähe liegt - ein bisher unterschätztes Risiko für den Erwerb von Zeckenstichen und dadurch verursachte Lyme-Borreliose-Erkrankungen zu sein.

In der Studie wurden im Landkreis Oder-Spree im Osten Brandenburgs Erkrankte und Nichterkrankte unter anderem zu Zeckenstichen, zur Wohnungsumgebung und zu ihrem Freizeitverhalten befragt. Dabei zeigte sich, dass der Garten öfter als Ort der Krankheitsursache verantwortlich war, als bisher angenommen. Als weitere Risikofaktoren erwiesen sich das Vorhandensein von Zecken an Haustieren und das Alter der Befragten.

Die Untersuchung zeigte auch, dass Maßnahmen zur Vorbeugung von Zeckenstichen wie das Tragen von langer heller Kleidung, die Verwendung von Zeckenschutzmitteln und das Absuchen des Krpers nach Zecken insgesamt nur in geringem Maße angewendet wurden. Das Robert Koch-Institut plädiert daher an alle Beteiligten im Gesundheitswesen, das Wissen um Riskofaktoren für eine Borreliose sowie um die möglichen Präventionsmaßnahmen verstärkt in der Bevölkerung zu verbreiten.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind im Epidemiologischen Bulletin 21/2001 veröffentlicht worden. Sie können im Internet auf den Seiten des Robert Koch-Instituts unter der Adresse www.rki.de eingesehen werden.

Quelle: Pressemitteilung vom Robert Koch-Institut

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