Prisma

Fettgewebe nach Belieben formen

Ein größerer Busen gefällig, dafür vielleicht etwas weniger Bauch? Hierfür ist heute noch die Implantation von Silikonkissen und das Absaugen von Fettgewebe notwendig. Morgen reicht vielleicht schon ein kleiner Eingriff, und das körpereigene Fettgewebe verschiebt sich in der gewünschten Weise.

Es klingt gut, ist bislang aber erst bei Mäusen, Ratten und Kaninchen erfolgreich durchgeführt worden: Gezieltes Wachstum von Fettgewebe in vorgegebene Formen. Entwickelt hat die vielversprechende Technik ein australischer Wissenschaftler, Kevin Cronin vom Bernard-O'Brien-Institut für Mikrochirurgie in Melbourne. Ihm ist es gelungen, eine Art Gerüst herzustellen, das im Körper an denjenigen Stellen eingepflanzt werden kann, an denen mehr Volumen erwünscht ist. Die dabei um das Gerüst entstehenden Hohlräume werden durch Einwanderung von Fettzellen aus den benachbarten Geweben nach und nach ausgefüllt, das Gerüst selbst löst sich mit der Zeit auf.

Die Technik stellt eine interessante Alternative zur heute verbreiteten Silikonimplantation dar. Inwieweit die Methode sicherer ist als das umstrittene Silikon, kann derzeit allerdings noch nicht abgeschätzt werden. Größtes Problem momentan ist laut Cronin der Umstand, dass die endgültige Größe und Form des Gewebes noch nicht sicher kontrolliert werden kann. ral

Quelle: New Scientist vom 23. Mai 2001

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