Arzneimittel und Therapie

Chronisch lymphatische Leukämie: Alemtuzumab erhält Zulassung in den USA

Mit dem humanisierten monoklonalen Antikörper Alemtuzumab (Campath®) steht erstmals eine Substanz für Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie der B-Zellen (B-CLL) zur Verfügung, die bereits mit Alkylanzien vortherapiert sind und bei denen eine Behandlung mit Fludarabin (Fludara®) nicht mehr anschlägt, wie die Schering AG mitteilte.

Die chronische lymphatische Leukämie ist die häufigste Leukämie-Form bei Erwachsenen. Von ihr sind ungefähr 120 000 Patienten in den USA und Europa betroffen. Die B-CLL ist durch ein vermehrtes Auftreten von unreifen weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) charakterisiert. Der monoklonale Antikörper Alemtuzumab bindet an das Protein CD52, das auf der Oberfläche der meisten leukämischen Lymphozyten vorhanden ist und induziert dort eine so genannte Antigen-Antikörper-Lyse. Diese Auflösung bewirkt eine Abnahme der krankhaften Zellen im Blut, im Knochenmark und in anderen befallenen Organen. Die USA sind weltweit das erste Land, in dem der Antikörper unter dem Handelsnamen Campath zugelassen wurde. Er wird dort den Patienten ab Anfang Juni 2001 zur Verfügung stehen.

Weitere Zulassungsanträge inner- und außerhalb der EU sind gestellt, in Deutschland wird die Zulassung unter dem Handelsnamen MabCampath für das zweite Quartal 2001 erwartet. Das wissenschaftliche Komitee (CPMP) der Europäischen Zulassungsbehörde EMEA hat bereits im März 2001 seine Empfehlung zur Zulassung von MabCampath ausgesprochen.

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