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Die DPhG möchte mehr Mitglieder

Die turnusmäßige Sitzung des Vorstands der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft fand dieses Mal in Würzburg, dem Schaffensort der Vizepräsidentin Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe, statt. Drei Themen beherrschten die Sitzung.

Die Entwicklung der "Klinischen Pharmazie" als wissenschaftliches Fach liegt dem Vorstand der DPhG am Herzen. Es wurde über eine gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses nachgedacht, um mehr Habilitationen in diesem Fach zu ermöglichen. Mögliche Aktivitäten sollen mit der Bundesapothekerkammer koordiniert werden. Hierzu werden der Präsident, die Vizepräsidentin und der Generalsekretär der DPhG beim BAK-Präsidenten Metzger um ein Gespräch nachsuchen.

Aus verschiedenen Gründen hat für den amtierenden Vorstand die Mitgliederwerbung eine besonders hohe Priorität. Zum einen kann der zwischenzeitlich stark angestiegene Verwaltungsaufwand durch die Geschäftsstelle nur beibehalten werden, wenn die Leistungen von mehr Mitgliedern getragen werden (siehe unten).

Darüber hinaus soll aber auch der politische und wissenschaftspolitische Einfluss kontinuierlich gesteigert werden. Beispielsweise ergibt sich aus der Zahl der Mitglieder der DPhG als derzeit einzig "anerkannter" wissenschaftlicher Gesellschaft in der Pharmazie die Zahl der Fachgutachter bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Eine größere Mitgliederzahl würde die Präsenz der Pharmazie in dieser wichtigsten deutschen Förderinstitution sofort steigern.

In diesem Zusammenhang wurde die Möglichkeit diskutiert, Mitgliedern anderer wissenschaftlicher Gesellschaften eine Doppelmitgliedschaft in der DPhG anzubieten. Ein Schreiben in diesem Sinne von Frau Prof. Schäfer-Korting in ihrer Funktion als Mitglied des erweiterten Vorstands der Gesellschaft für Dermopharmazie an den DPhG-Präsidenten wurde sehr positiv zur Kenntnis genommen.

Das brisanteste Thema der Vorstandssitzung war jedoch die kritische finanzielle Lage der Gesellschaft. Der Schatzmeister dokumentierte durch harte Zahlen eindrucksvoll, dass die DPhG derzeit über ihre Verhältnisse lebt. Dies hatte der Schatzmeister bereits dem Präsidium auf seiner Sitzung am 27.1.2001 in Leipzig erläutert, und auch die neuen Zahlen lassen diesbezüglich keine Trendwende erkennen. Somit wird dem Vorstand keine Wahl bleiben, der Mitgliederversammlung den Beschluss des Präsidiums vorzulegen, die Mitgliederbeiträge moderat zu erhöhen.

Darüber hinaus wird die Zeit bis zur Mitgliederversammlung genutzt werden, eine sorgfältige Analyse vorzunehmen, was die finanziellen Probleme im Detail verursacht. Ferner müssen Konzepte zur Behebung der Probleme erarbeitet werden. Dazu gehört nicht nur, die Finanzlage der Gesellschaft beispielsweise durch Werbung neuer Mitglieder und durch die Anhebung der Mitgliedsbeiträge zu verbessern, sondern auch Leistungen der Geschäftsstelle zu definieren, die künftig bei der Kalkulation von Tagungen einzukalkulieren sind.

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