Arzneimittel und Therapie

Depressionen: Venlafaxin für Erhaltungstherapie und Rezidivprophylaxe

Mit einem Beschluss vom 29. Januar 2001 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Indikationen des Antidepressivums Venlafaxin maßgeblich erweitert.

Nachdem Venlafaxin bislang für die Behandlung von Depressionen mit und ohne begleitende Angstsymptomatik sowie zur Therapie der generalisierten Angststörungen zugelassen war, ist die Indikation jetzt zusätzlich auf die Erhaltungstherapie und Rezidivprophylaxe depressiver Erkrankungen ausgedehnt worden.

Venlafaxin ist der erste und einzige Vertreter der Serotonin- Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Während die Response den definierten Endpunkt in klinischen Studien darstellt, fordern Experten die anhaltende Remission, also die vollständige Symptom-Freiheit als Ziel der therapeutischen Maßnahmen bei Depressionen und Angststörungen. Mehrere randomisierte Doppelblindstudien belegen klar die Vorteile von Venlafaxin gegenüber Serotonin-Wiederaufnahmehemmern im Hinblick auf eine anhaltende Remission.

Die Standarddosierung von Venlafaxin liegt bei 75 mg/Tag und kann bei Bedarf auf 225 mg/Tag erhöht werden.

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